Also eigentlich befürworte ich es sehr, wenn mal ein Film daherkommt, der etwas anders funktionert als die meisten anderen bzw. eine andere Handlung/Story an die Tagesordnung legt. Aber was bitte soll das hier sein? An den wenigen Stellen wo gekämpft wird ist er hyperbrutal dass eine JK-Kennung Pflicht sein müsste (Knochen, Rückgrat und Gelenkbrüche a la Seagal), der Rest ist langweiliger, ununspirierter Käse. Jet Li ist ja nun auch nicht gerade als bester Schauspieler bekannt (aber kämpfen kann er hervorragend), aber was er hier abliefert grenzt an Lächerlichkeit. Er schafft im wahrsten Sinne des Wortes den Hundeblick. Es gibt einige extra komische Szenen mit/für ihn, allerdings lacht man eher drüber als mit. MIt solchen Leistungen tut er sich keinen Gefallen. Teilweise ist er sehr langatmig, dann gibts aber wieder abrupte Szenenwechsel die mit teilweise grauenhaften Dialogen gefüllt werden. Auf der einen Seite ein blinder M. Freeman mit seiner zu ulkig gewordenen Ziehtochter (?),langwierig, paßt nicht zum Gesamttempo, auf der anderen Seite die Möchtegern-Gauner-Gang, die unseren "Helden" zum Hund dressiert hat, mit pseudo-coolen und vulgären Sprüchen. Wenn im Titel schon "Entfesselt" steht, will man auch mehr sehen, Action ist zu kurz gekommen, ausser der Arenaszene nach ca. 50 min. und dem Schluß (Glatzkopfkampf) passiert nämlich fast nix. Für die einzigen, beiden längeren Kämpfe 2 Punkte, der Rest ist belanglos (auch wenn zum Schluß noch die Vorgeschichte von unserem Hündchen aufgedeckt wird, welche aber wiederum ein alter Hut ist und keine allzu große Überraschung mehr ist).