Aus der Masse durchschnittlicher bis schlechter Tierhorrorfilme qualitativ herausstechender Spinnen-Paranoia-Film aus den 70ern mit William „Capt. Kirk“ Shatner. Die Schauspieler mussten hier wirklich alles geben und durften keinerlei Spuren von Arachnophobie aufweisen, denn hier wurde mit hunderten echter Taranteln gedreht, die munter über die Darsteller krabbeln und ihnen im Gesicht hängen durften und auch schon mal eimerweise über ihnen ausgeschüttet wurden. Für maximale Authentizität ist also gesorgt. Neben den mutigen und motivierten Schauspielern absolut erfreulich ist auch die Verquickung von Dorf-Hillbilly-Atmosphäre (inkl. passender Musik, einen eigenen Score gibt es leider nicht) nach dem Motto „Auf dem Land ist die Welt noch in Ordnung und sind die Kerle noch echte Kerle!“ mit gar nicht dummer ökologischer Aussage, denn das Spinnenproblem ist hausgemacht und hat nichts mit einem einzelnen irren Wissenschaftlicher, Kommunisten oder Außerirdischen zu tun. Gelungen sind auch die augenzwinkernden Dialoge zwischen „Macho“ Rack und der emanzipierten, hinzugezogenen Biologin aus der Stadt, ebenso die Masken der eingesponnenen Opfer. Die Schlusspointe ist dann das Tüpfelchen auf dem „i“ von „Spinne“, wenn es auch zugegebenermaßen wie so einiges andere deutlich von Hitchcock inspiriert sein dürfte. Mein größter Kritikpunkt allerdings: Meines Wissens weben Taranteln gar keine Netze... Wer sich davon nicht abschrecken lässt, dürfte aber seinen Spaß an diesem aus heutiger Sicht vielleicht etwas geradlinig verlaufendem, aber höchst charmantem Tierhorrorschocker haben.