Was ist, wenn der Monsanto-Bauer so viel gespritzt hat, dass jenseits der Profitsteigerung kein Kerbtier mehr auf den Monokulturen Arizonas übrigbleibt? Richtig! Dann übernehmen die achtbeinigen Spinnenfreunde das Ruder und setzen Mensch und Tier auf ihren Speiseplan. Eine ähnliche Öko-Alptraumversion schuf ein Jahr später auch Jean Rollin mit LES RAISINS DE LA MORT (1978), wo der Winzer so viel Pflanzenschutzmittel ausbrachte, dass der nette Erntehelfer von nebenan zum bösen Zombi mit Jenseitsallüren wurde. Bei MÖRDERSPINNEN hat aber einer schnell den Durchblick: William Shatner ist geradezu geschaffen, um in seiner schnodderigen Art die Handlung voranzutreiben. Dabei baggert er auf Altherrenart gerne alles an was weiblich ist und zwei statt acht Beine hat und zeigt, dass er vor keiner (harmlosen Vogel-)Spinne Angst hat. Hut ab vor soviel Mut, das muss man ihm lassen. Denn wir lernen schnell, dass die putzigen Kerlchen auch Autos und Flugzeuge durch ihr listiges Spinnenwerk zerstören können! Am Ende des sehr unterhaltsamen Streifens fühlt man sich an Hitchcocks DIE VÖGEL erinnert, etwas einfallslos, aber durchaus passend. Besonders schön ist, dass der Film wirklich im Canyon-Staat Arizona gedreht wurde. Die typischen Berge und Ebenen geben herrliche Bildkompositionen, in die sich jeder, der mal dort war, ohnehin unsterblich verliebt haben dürfte. Ein Gute-Laune-Film! 7/10 Punkte.