Review

Kaum zu glauben, dass ich im neuen Jahr noch keinen Eintrag vorgenommen habe! Nun wird es schleunigst Zeit, dies zu ändern. Nach langer Abstinenz habe ich vor, mich wieder meiner Hauptleidenschaft zuzuwenden: dem Exploitationfilm.

Die schwedisch/amerikanische Co-Produktion "Maid in Sweden" behandelt die Geschichte eines jungen Mädchens (Christina Lindberg) vom Lande, das die völlig neue Welt der Großstadt entdeckt. Selbstverständlich sammelt sie in diesem Zusammenhang ihre ersten sexuellen Erfahrungen.

Außer einigen Nacktansichten der wirklich schönen Christina Lindberg bietet der Film überhaupt keine "Höhepunkte" (kicher). Die statische, unmotivierte Inszenierung verhindert das Aufkommen einer Dramaturgie, sodass zwischenzeitlich auch mal gepflegte Langeweile den Zuschauer ergreift. Die Charakterentwicklung des jungen Landmädchens könnte einfacher nicht sein: Sie bewegt sich kontinuierlich von Punkt A (Prüderie) zu Punkt B (Aufgeschlossenheit).

Nun, für einen Erotikfilm oder einen (S)Exploitationfilm sollte die Charakterentwicklung nun wirklich nicht allzu sehr im Fokus des Interesses stehen. Hier müssen andere Kriterien über die Qualität des Films entscheiden. Doch herausragend erotisch beziehungsweise sleazig habe ich keine der einzelnen Szenen wahrgenommen. Auch verdirbt diese klischeehafte, ewige wiederholte Fabel vom Landmädchen in der Stadt sämtliche Motivation des Zuschauers den Fortgang der Geschichte weiter zu verfolgen.

Kurz: 0815 Erotik ohne Erotik und ohne sleaze. Nur für Hardcore-Fans von Christina empfehlenswert.

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