In einem Erholungsgebiet mit Campingplatz ist dieses Jahr die Mosquitoplage besonders schlimm, doch die Vertilgungsversuche der Aufseher laufen ins Leere, da sich zu den normalen Blutsaugern just menschengroße Exemplare außerirdischer Herkunft gesellen, die den Locals kurzerhand mit ihren überdimensionalen Saugrüsseln den Garaus machen. Von alten Trashfilmen der 50er und 60er Jahre bis zu „Mosquito“ hat sich nichts verändert, scheint es, die Lage in der grünen Idylle eskaliert und nur eine Hand voll Leute bleiben übrig, darunter die Hobbyforscherin Meg mit ihrem Freund Ray und der Meteorologe Parks, während auf der Seite der Gegenspieler Gunnar Hansen das Gangsterzepter führt. Der Zuschauer bekommt das nötigste an Nachhilfe in Mosquitokunde, ansonsten ist „Mosquito“ ein mit humorigen Dialogen angelegter Trashfilm. Die üblichen Größen im Überlebenskampf werden gerade mal beiläufig wie selbstironisch abgehandelt, keinTelefon, kein Transportmittel, na bestens. Für solch einen B-Movie sind die SFX gar nicht mal so schlecht, die putzig animierten Mosquitos sorgen für blutige und schleimige Unterhaltung, innerhalb des sonst meist unblutigen Subgenres Tierhorror ist das immerhin beachtlich. Die ulkig quiekenden Monster sorgen zwar nicht für bedrohlichen Horror, doch das schlichte Drehbuch weist keine Längen auf, actionreich werden die Charaktere durch die Gegend gejagt, zu Fuß durch den Wald, Verfolgungsjagd im Wohnwagen und auch das beliebte Verschanzen im Romero-Haus darf nicht fehlen. Während die Dialoge, gerade in der deutschen Synchro, teils arg platt und plump albern wirken, sind diverse Anspielungen auf andere Genrefilme angenehm dezent gehalten. Der beste Satz in diesem Zusammenhang kommt von Gunnar Hansen in Betrachtung einer Kettensäge in seinen Händen: „So ein Ding hab ich seit 20 Jahren nicht mehr in der Hand gehabt“. Ein kleiner, amüsanter Streifen aus der Ecke konservativer Viecher-Terror mit charmant-billigem Look.
Fazit: Leatherface unmasked vs Monstermosquitos. Gar nicht übel für einen trashigen Tierhorrorfilm. 5/10 Punkten