Review

Als ein Raumschiff irgendwo in den Wäldern abstürzt, setzt sich eine einheimische Mücke auf den Arm des toten Aliens und saugt das außerirdische Blut. Dieser Moskito mutiert so zu einem riesigen, fliegenden Monster und vermehrt sich in Windeseile. Immer mehr Menschen fallen den grauenhaften Monsterinsekten zum Opfer, werden mit dem riesigen Rüssel brutal aufgespießt und ausgesaugt. Sogar ein ganzer Campingplatz wird ausradiert. Als sich eine kleine Gruppe Überlebender zusammen tut, stellen sie sich mit Waffengewalt dem aussichtslosen Kampf.

Einen recht launigen Beitrag zum Thema Tierhorror gab Gary Jones 1995, in dem er Mücken ein abgestürztes Alien beißen ließ, woraufhin diese zu Riesen mutierten und fortan den Mensch als akzeptable Beute betrachten. Über den Großteil der Strecke hat man eher das Gefühl sich in einer Parodie aus Horrorgenre zu befinden, die Story nimmt sich dabei selbst zu keiner Minute wirklich ernst und selbst so Veteranen wie Gunnar Hansen können sich angesichts der ersten Kettensäge in der Hand seit zwanzig Jahren einen amüsant-ironischen Oneliner nicht verkneifen.
Ich denke allen Beteiligten war klar das man hier in einer bewußt auf Trash angelegten Produktion gelandet ist. Der Film ist wirklich herzlich doof, aber man muß ihm zugute halten, er ist wirklich lustig-doof und nicht doof-doof. Das liegt aber auch den schamlos schlechten Overactern, die sich hier als Darsteller versuchen (Gunnar Hansen als großer Name mal ausgenommen), da paßt hier sogar die furchtbare deutsche Synchro oder die billigen CGI Einstellungen ganz passabel dazu. Wer ein gewisses Händchen für trashige Unterhaltung hat, kann mit Mosquito durchaus seine Freude haben.
Die Biester dürfen sich dabei auch recht blutig austoben. Die stechen mit ihren Riesenrüsseln schon mal deftig in den Brustkorb oder den Allerwertesten und saugen raus was eben geht. Dabei hinterlassen sie malerisch ganze Leichenwiesen an Campern, denn schließlich muß der riesige nachwuchs ja entsprechend versorgt werden. Dummerweise befindet sich dieser in einer abgelegenen Farm, in das sich auch das kleine Grüpplein Überlebender rettet, was den (Spaß-)Machern natürlich willkommene Gelegenheit bietet, mal eben Night of the living Dead zu rippen.
Logisch natürlich das Mosquito dabei kein Kandidat fürs Filmlexikon darstellt. Der Film will lediglich eine gesunde Dosis Spaß vermitteln und das gelingt auch ganz gut, jedenfalls besser als den wöchentlich rauskommenden Heulern Marke SyFy Channel und Konsorten.
6/10

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