Review

Ich bin kein großer TV Serien Fan, aber Lost hat es echt in sich.
Oberflächig ist es eine Serie über auf einer Insel gestrandeten Menschen, die sich dem Überlebenskampf und unheimlichen Geräuschen aus dem Dschungel stellen. Doch offensichtlich ging es den Machern hauptsächlich um etwas anderes als eine unheimliche Atmosphäre, die allerdings durch klaustrophobische Zustände im dichten Urwald keinesfalls zu kurz kommt:
Im Vordergrund stehen Menschen an sich. Ihre Geschichten, Charaktere und Eigenschaften, alles aufgearbeitet in nie langweiligen Rückblenden. Das dabei jede Figur der Serie ein dunkles Geheimnis birgt, sollte nicht stören, sondern spannt mich nur noch mehr auf die Folter bis zur Auflösung des Masterplans der Macher. Stets spannende Rückblenden auf Erlebnisse der Charaktere erklären plausibel deren Verhalten auf der Insel und der Zuschauer kommt zu folgendem Schluss: Der Mensch ist schlecht, zu egoistisch, zu kompliziert konzipiert, zu gewaltbereit, zu misstrauisch und unberechenbar.
Dazu kommt die quälende Frage mit der sich Zuschauer und Protagonisten auseinandersetzen: Wer zur Hölle ist noch auf der Insel?

So ernst und bitterböse "Lost" manchmal daherkommt, auch humorige und warmherzige Momente finden ihren Platz. Als sei es ein Zeichen, dass die Menschen auch anders können, wenn sie sich endlich Mal auf wirklich wichtige Dinge besinnen.

Fazit: Hochspannend, Suchtgefahr! Auch sehr erfreulich, dass alle Schauspieler eine solide bis sehr gute Darstellung bieten.
Jedoch mal wieder, wie bei vielen Serien: Die deutsche Synchro ist vom Übelsten. Im Originalton profilieren sich die Charakter stark durch ihren Slang oder Dialekt, was im Deutschen mal wieder total verloren geht.

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