Cool Runnings
Gesehene Version: DVD/ Ton Dolby 2.0
Inhalt:
Nach dem Missglückten Qualifikationstunier im 100 m Sprint möchte Derice (Leon Robinson) eine Bobmannschaft gründen um so seinen Traum von den Olympischen Spielen noch erfüllen zu können. In Irving Blitzer (John Candy finden sie einen Trainer, der sie nach etwas Überredungskunst trainiert. Somit fliegen die vier Derice Bannock, sein Kumpel Sanka Coffie (Doug E. Doug), Junior Bevil (Rawle D. Lewis) und Yul Brunner (Malik Yoba) nach Calgary zu den Olympischen Winterspielen. Die exotische Mannschaft wird nicht nur wohlwollend aufgenommen, auch wegen der Vergangenheit Ihres Trainers. Dieser lässt seine Beziehungen spielen und organisiert einen Bob. Trotz erheblicher Steine, welche Ihnen in den Weg gelegt werden schaffen die vier die Qualifikationszeit und dürfen für Jamaika die Olympischen Spiele besuchen. Dort werden sie zuerst nur belächelt. Doch von Lauf zu Lauf können sie sich steigern und ernten schließlich zum Ende den Respekt aller Gegner.
Charakteristik:
„Fühlt den Rhythmus, fühlt die Musik, diese Kiste führt uns zum Sieg“ lautet der Spruch des Seifenkistenfahrers Sanka (…). So lernt der Zuschauer den ersten Protagonisten kennen. Ein junger Träumer mit Rastas und einen Glücksei. Ein etwas lockerer Vogel, welcher immer einen Spruch auf den Lippen hat. Er ist der beste Freund von Derice. Er ist fit und wartet schon sein ganzes Leben auf den Tag an dem er für Jamaika bei den Olympischen Spielen im 100 m Sprint antreten kann. „Es ist egal wie schnell die anderen laufen, ich werde schneller sein. Egal wie sehr sie sich den Sieg wünschen, ich wünsche ihn mir noch viel mehr. Derice (…) ist ambitioniert und Sportler durch und durch, so wie es sein Vater schon war. Am Tag des Qualifikationstuniers geht leider alles schief und die drei Derice, Junior und Yul stürzen. Der Traum scheint zu zerplatzen, als er im Büro des Präsidenten ein Bild von seinem Vater zusammen mit Irving Blitzer sieht. Er fragt sich „und Papa, was soll ich machen?“. Dieser Erwin war Bobfahrer und hat Gold gewonnen. Dies ist die Initialzündung für Derice auch wenn er um zu wissen was ein Bob ist erst im Buch nachschlagen muss, denn Wintersport ist den Jamaikanern gänzlich unbekannt. So entgegnet Sanka:“ also lass mal sehen, die wichtigsten Elemente einer Bobmannschaft, ein Nervenstarker Fahrer und drei Läufer die den Bob in Schwung bringen – Eis – Eis – woraufhin Terice sagt, „naja das ist ja auch eine Wintersportart“. Sanka stellt also fest “ist der Winter gemeint wo der weiße Schnee liegt?“ Somit hat nun auch der letzte Europäer erkannt, dass es eine ziemlich außergewöhnliche Geschichte ist, die Wald Disney hier produziert hat. Doch das dies realistisch ist sieht man ja zuletzt bei den Schwimmweltmeisterschaften. Dort schwimmen Sportler mit, die sich in Ihrem Land qualifiziert haben, auch wenn sie zwei Minuten hinter den besten ankommen. Dies gibt dem Film einen realistischen und sympathischen touch. Somit ist die Grundidee gesponnen. Nun muss man noch die einzelnen Charaktere interessant finden und sich mit ihnen identifizieren können. In diese Rolle passt gerade zu der Komiker John Candy der etwas abgewrackt ist. Als die beiden Ihn überreden wollen erklärt er ihnen warum es nicht funktioniert, „Schnee, Du hast dummer Weise keinen da draußen (…)“und macht ferner unmissverständlich klar, dass er mit dem Bobsport aufgehört hat. Doch Ben Bannocks Sohn schafft es ihn zu überreden mit den Worten „sehen Sie mich an, ich bin Ihre Chance“ die sie vor 20 Jahren nicht bekommen haben. Unrassiert, unmotiviert erklärt er den Jamaikanern den Bobsport mit Hilfe eines Films den niemand bis zum Ende sieht. Dies liegt wohl nicht daran, dass zum Ende die Warnung erscheint „Crash Kills Bobsledder“. Ein feiner aber durchaus ironischer Humor, welcher sich von Anfang bis Ende des Films durchzieht. „Hey der polierte Schädel ist da. Dieser wird Euphorisch von Derice begrüßt. „Nicht anfassen. Und gleich zu Beginn stellt er klar „wir sind vielleicht im selben Team, aber ich bin von niemandem der Teamkamerad.“ Er ist also der harte Bursche im Team und auch wenn es ihm gar nicht gefällt würde er sogar Bob fahren um von dieser „stinkenden Insel“ zu kommen. Er möchte sich nicht dem Schicksal der meisten Jamaikaner hingeben. Deshalb reagiert er verbissen. Jedoch nimmt er im Laufe des Films eine Entwicklung durch, die durchaus realistisch ist. Es entsteht gleich ein kleiner Tumult mit dem „reichen Muttersöhnchen“ dem vierten im Bunde. Yul sagt zu Sanka: „Lass mich los du Fusselhirn“ worüber Junior lachen kann. Yul fragt ihn „worüber lachst Du“ und Junior antwortet ängstlich „über gar nichts“. Sanka schaltet sich ein und lenkt Yul ab. Dieser treibt ihn an die Wand und fragt ob er möchte, dass er ihn in seinen dämlichen Hinter eintritt woraufhin Sanka kontert: „Willst Du dass ich dir einen Strich auf den Kopf male, damit er wie ein Hintern aussieht. Junior findet dies natürlich nicht witzig. Junior ist der Sohn eines reichen Mannes. Dieser wünscht sich für seinen Sohn, dass er einen anständigen Job annimmt. Überhaupt scheint sein Vater sehr bestimmend zu sein. Doch dieser macht heimlich eigene Pläne und sponsert die Fahrt nach Canada. Mit Hilfe des brummigen Yul und dem Spirit folgend entdeckt er zusammen mit den anderen seine Bestimmung Bob zu fahren. „Das geht über eure Vorstellungskraft, Jamaika hat eine Bobmannschaft“ …
Kritik:
„Cool Runnings ist die – fast- wahre Geschichte der ersten jamaikanischen Bobmannschaft.“ Und unter diesem Aspekt kann man dies durchaus sehen. Leicht ironisch scheint der Film über sich selbst zu lachen. Nach der gelungenen Einführung und Vorstellung der Idee inklusive Charaktere beginnt der ernste Teil. Denn neben dem sympathischen Jamaikanern, ihrem Aklimatisierungstraining und einigen Vorurteilen beginnt der Film ambitioniert zu werden. Dann die vier nehmen die Sache ernst auch wenn sie nicht von allen Teilnehmern der Olympischen Spiele für voll genommen werden. Genau so wehrt sich der Film zu einer blöden Klischeehaften Komödie zu werden. Und man muss sagen, dass dies gut gelungen ist. Trotz einiger Albernheiten und auch Klischees bekommt der Film nach einer halben Stunde eine ernsthafte erste Wendung als sie in Calgary eintreffen. Die Mischung aus dem Witz und der sportlichen und originellen Story machen eine wahre Freude. Die Musik von Hans Zimmer hält den Zuschauer bei karibischer lockerer Laune und die guten Kamerabilder verwöhnen das Auge. Letztlich könnte man sogar ein Beispiel für Vorurteilsbildung in unserer Welt in dem Film sehen. Also ein Pädagogisch wertvoller Disney Film. Aber diese Schiene wird zum Glück nicht überzogen. Der Film ist Bunt, der Film steckt voller witziger Dialoge und ansehnlichen und sympathischen 5 Hauptcharakteren. Und ich muss sagen, dass der Film auch beim zweiten und dritten mal nicht an Charme verliert. Letztlich gewinnt der Film doch das Herz des Zuschauers, sowie die Jamaikaner den verdienten Respekt der Konkurrenten erhalten.
Fazit:
Ein jamaikanischer (Familien)Spaß