Es fing noch recht vielversprechend an mit der Zerstörung des Eifelturms und vom größten Teils Paris bei einem Einsatz des Team America gg. Al Quaida-Terroristen mit grimmigem Blick und buschigen Augenbrauen.
Aber leider gehorcht die Satire denselben Gesetzen, die es vorgibt, zu persiflieren. Zwar ist der Patriotismus überzogen, der Soundtrack entsprechend anstößig, aber die gewöhnlichen Zutaten eines herkömmlichen Hollywood-Streifens wie die zaghafte Liebe, unbewältigte Traumata, die überraschende Rückkehr des gestrauchelten Helden in die Arme seiner wahren Freunde usw., werden ausgiebig abgearbeitet und damit hält sich der Film zu sehr mit seiner langweiligen Rahmenhandlung auf. Die "Gastauftritte" der Hollywood Celebrities sind dabei nur Statistenperformances.
Zwar ist die Karikatur von Kim Jong Il sehr gut gelungen und es ist ja definitiv zeitgemäß, die amerikanische Außenpolitik als so aufgeblasen-blöde zu inszenieren, auch die Puppen sind größtenteils gut gemacht. Aber Michael Moore als bombenlegenden Terroristen darzustellen, ist nicht sehr einfallsreich. Überhaupt zieht der Film seine wirkungsvollsten Gags eher über zotige Späße wie Oralsex/Homosexualität und leider verfügt er dabei über kaum Kapazitäten, eine treffend bösartige Kritik zu formulieren. Das aktuelle Zeitgeschehen dient lediglich dazu, eine lustige Puppenparade in einer schnarchigen Rahmenhandlung abzufeiern. Das ist ein bisschen zu wenig. (4/10)