Ein Hund im Büro!!!?
Die dritte Staffel „Stromberg“ bleibt mir vor allem durch das überraschend traurige Finale in Erinnerung - doch auch vor dem emotionalen, doch recht plötzlichen Abschied einer gemochten Person bietet das deutsche „The Office“ weiterhin eine Menge Spaß und Bürokalauer. Denn der „gute“ Bernd plant weiterhin seinen Aufstieg in der Capitol und dafür ist ihm kein Mittel zu fies, kein Hintern zu eng, keine Falle zu stachelig, keine Konfrontation zu gefährlich...
Highlights in der (recht düsteren) dritten Staffel „Stromberg“? Erikas Abschied. Ernies Zustand. Ulf und Tanjas endlich Formen annehmende Beziehung. Dickmilch und neue Liebeleien. Das Schirmchen. Weiterhin unendlich zitierbare Sprüche. Die verlässlichen Statisten und Randfiguren im Hintergrund - vom „Quoteninder“ bis zum langsam abblätternden Bürobaum. Lurchie!!! Noch immer wird kein Blatt vor den Mund genommen, kein Fettnäpfchen ausgelassen, nicht immer politisch korrekt gehandelt - Stichwort „Jochen“. Probleme aus der echten Bürowelt - von Scheinheiligkeit bis zu ungerechter Behandlung von Frauen, Randgruppen, Schwangeren. Probleme der dritten Staffel? Manche Witze und Themen wiederholen sich etwas langsam. Stromberg wird teilweise echt fies und heftig gezeichnet, geht hier indirekt wortwörtlich über Leichen. Das macht Sympathie zu ihm noch schwerer als sonst.
Fazit: der Gott des Gemetzels! Von Karneval zu Todesfällen, von Taschenrechnerromantik bis zum Betriebsrat, von Eifersucht bis Egoismus - Stromberg gibt auch in seinem köstlichen dritten Jahr gehörig Gas! (9/10)