Da gibt es einen Klimaforscher, der, zwischen der Arbeit in der Antarktis und diversen Pop/Rockkonzerten, mit seiner (vorrübergehenden - weil Austauschschülerin) Freundin Sex hat. So; das war der Inhalt des Films! Ich hatte auch schon mal Sex mit meiner Freundin nach einem Konzert, aber deshalb muss man nicht gleich einen Film darüber drehen. Schlußendlich hätte auch niemand Kenntnis von diesem völlig sinnfreien Werk genommen, wären da nicht die moralisch fragwürdigen Beischlafszenen. Aber selbst ein erigiertes Glied und eine Felationummer können heutzutage selbst die FSK-Wächter nicht mehr vom Stuhl reissen. Geschweigedenn den abgehärteten Zuschauer. Ob man jetzt die Liebesnümmerchen in solcher Direktheit sehen möchte wäre eine eigene Forumsdisskussion wert. In dem Skandalklassiker des Japaners Oshima "Im Reich der Sinne" von 1976 unterstreichen die offensiven Sexszenen die Radikalität der Story, auch in Chéreaus "Intimacy" von 2001 trägt die Freizügigkeit die Geschichte mit. Glücklicherweise ist nach nicht einmal 90 Minuten Schluß mit diesem Streifen, der so flach ist, wie die Oberweite der Hauptdarstellerin.