Review

MirrorMask hatte mein Interesse eigentlich Pan´s Labyrinth zu verdanken. Dessen Verknüpfung von Real- und Fantasywelt hatte mich damals dermaßen beeindruckt, dass ich mir ähnliches auch von dem - zumindest was die DVD-Hülle angeht - optisch ansprechenden Film aus der Produktionsstätte des Muppets-Schöpfers Jim Henson erwartete.

In dem gut 90-minütigen Fantasy-Spektakel geht es um ein Tennie-Mädchen (zwischen blaß und ok spielend: Stephanie Leonidas - hör ich da irgendwen "300" schreien ?), die mit ihren Eltern im Circus arbeitet und deren Mutter zu Beginn ins Krankenhaus muss um (Krebs ?) operiert zu werden. In der Nacht vor diesem Eingriff betritt die Kleine ein geheimnisvolles Reich voller fantastischer Geschöpfe und muss das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse wieder herstellen. So ungefähr müsste das die Handlung grob umreißen. Besonders innovativ ist das nicht gerade. Geklaut wurde von "Die unendliche Geschichte" bis hin zu Terry Pratchett (Die Sphinx-Geschichte fand ich jedoch bei ihm lustiger). Andererseits, man kann nicht von jedem Film erwarten auch noch anspruchsvoll oder Handlungstechnisch innovativ zu sein. Wichtig ist in einem solchen Fall doch eher die Optik. Und hier wurde ich abermals enttäuscht. Die Kamera wirkt in vielen Fällen dilletantisch und billig. Richtig schlimm wird es, wenn man versucht dies durch nervige Lichteffekte zu vertuschen - denn klappen tut das nie ! Die Computeranimatioenen gehen größtenteils in Ordnung und manch optische Spielerei weiß zu gefallen, dennoch wird man das Gefühl nicht los, sämtliche Ideen schonmal gesehen zu haben. Das Todesurteil für einen fantastischen Film. Das Ende setzt nochmal einen in Punkto Einfallslosigkeit oben drauf.

Andererseits: Mit 12 hätte ich den Film sicher super gefunden. Daher 6 gutgemeinte Punkte. Sucht euch das nächste mal ein innovativeres Team und meine Bewertung wird wohlwollender ausfallen :)

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