Review

Die Italiener verwursten ja gerne erfolgreiche Vorlagen - bei "Conquest" musste "Conan", bzw. ähnliche Barbarenfilme herhalten. Mit der Splatter-Ikone Lucio Fulci auf dem Regiestuhl entstand ein ziemliches Machwerk, das höchstens eingefleischten Italo-Guckern gefallen dürfte. Denn was der Maestro of Gore hier abliefert ist eine absolute Trashgranate. Über die Darsteller muss man keine Worte verlieren, denn wirkliche Rollen gibt es nicht: Gut und Böse, wobei auf Seiten der Bösen die Charakter so etwas von "charmant billig" sind; wie die gesamte Inszenierung. Was andere Regisseure an künstlichem Nebel in ihren gesamten Filmen verbrauchen, läßt Fulci bereits in den ersten Minuten vom Stapel. Das schmälert ein wenig das Sehvergnügen, weil auf Dauer doch anstrengend. Naja es hat den Vorteil das einem so die meisten Effekte in ihrer billigen Schaffe verborgen bleiben. Glühbirnen, Kartoffelsäcke oder einfach nur weisses Mehl - fertig sind die wahnwitzigen Kreaturen, die - wie man es eben von Fulci kennt - extrem blutig aus dem Leben scheiden. Und bei den F/X ließ man sich wirklich nicht Lumpen. Mit Vorliebe hat es Fulci hier auf Köpfe abgesehen, die Gehirnmasse spritzt alle Naslang. Eine wirklich interessante Geschichte bleibt aber im Hintergrund: entweder pennen die beiden Hauptdarsteller oder kämpfen. Spannung kommt auch nur bedingt auf; wie gesagt alles hat einen sehr trashigen Charme, selbst Claudio Simonetti läuft nicht unbedingt orchestral zur Höchstform auf. Sieht man aber darüber hinweg kann man sich trotzdem ganz annehmbar unterhalten lassen.

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