Review

Ein „Conan“ Abklatsch aus Italien und dann noch von Legende Lucio Fulci inszeniert. Kann das gut gehen? Ernsthaft: Nein. Doch für mich schon!

Teuer war der Film mit Sicherheit nicht, aber bei den Nebelmaschinen konnte Fulci aus den vollen schöpfen. So wie der Film aussieht, hat unser Fachmann für Zombies alle Maschinen in Italien für diesen Streifen aufgekauft und auch noch benutzt. Ist es bei einigen Szenen schon atmosphärisch, so tritt das Gegenteil in anderen ein. Manchmal ist soviel Nebel zu sehen dass man kaum etwas erkennt. So kann man natürlich auch das spärliche Production Design kaschieren. Auch merkwürdig warum Fulci oftmals direkt in die Sonne Filmt, so das man wahrlich geblendet wird. Mehr noch als von den Leistungen der Schauspieler:)

Aber genug gemeckert. Als Italofan hat mir der Film trotzdem ganz gut gefallen. Ständig wird Action geboten und dadurch kommt keine Langeweile auf. Wie immer herrlich, die übertriebenen Soundeffekte dabei. Wie von Fulci erwartet kommen natürlich einige nett gemachte Splatter Szenen vor, aber nicht übertrieben viel. Auch auf schlechte Zombiemasken braucht man nicht zu verzichten(ebenso hat er die "Augen" nicht vergessen). Zwar ohne größeren Sinn, aber egal. Neben den merkwürdigen Chewbacca Kriegern (eine Mischung aus Wolf und Mensch oder so was) sind die Pfeile und Bogeneffekte zum abfeiern.

Neben der ganz damals ganz lecker anzuschauenden Sabrina Siani („Black Cobra“) spielt Jorge Rivero(„Rio Lobo“, „Fist Fighter“, „Counterforce“) den gnadenlosen Kämpfer und kann als Barbar überzeugen. Natürlich sind die Dialoge genauso flach wie die Schauspielkunst.

Fazit: Für Italo- und Trashfans ist Conquest sicherlich nett anzusehen. Mir hat er jedenfalls besser gefallen als die „Ator“ Reihe von der anderen Regie Legende Joe D’Amato. Alle die einen ernsthaften und aufwendigen Vertreter des Barbarenfilms sehen wollen, sollten diesen und überhaupt alle Italienischen Beiträge dieser Gattung meiden.

Gutgemeinte 6/10

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