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Das war während Lucio Fulcis überaus erfolgreicher Splatterphase, also bringt der Mann es fertig, auch seinen frechen CONAN-Abklatsch mit reichlich Blut und Eiter aufzumotzen. Hier geht es wirklich arachaisch zu, denn es wird fast nur vergewaltigt oder mit der Keule erschlagen. Die Trickeffekte und Masken (speziell der Tiermenschen) sind jedoch unter aller Kanone. Der einzige Grund (abgesehen von den paar Schnitten), warum der Film damals nicht bei uns beschlagnahmt wurde, ist wohl der, dass das böse Z-Wort nicht im Titel vorkommt - die Zombies hingegen haben sehr wohl einen Auftritt! Warum aber wird die Weichzeichnertechnik so überstrapaziert? Die Bilder sind größtenteils so milchig und trübe - da runiniert man sich ja die Augen! Und vergleicht man Fulcis Schnellschuss mit dem ähnlich preiswerten BEASTMASTER von Coscarelli, dann wird schnell deutlich, wie wenig Spaß CONQUEST eigentlich macht.

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Lucio Fulci! Fällt dieser Name schlägt das Herz des geneigten Horrorfans ungleich höher, hat doch der italienische Regisseur das Horrorgenre mit Werken wie "Geisterstadt der Zombies" oder "Ein Zombie hing am Glockenseil" beglückt. Was uns aber der Altmeister mit diesem Werk auftischt, ist eine Fantasylusche der billigsten Machart. Die Schauspieler agieren schlimmer als eine Laienschauspieltruppe, die Spezialeffekte sind an Stümperhaftigkeit nicht mehr zu überbieten und selbst der Music Score von Claudio "The Goblin" Simonetti ist spätestens nach einer halben Stunde nervtötend. Fast könnte man meinen, der Dämon eines irren Filmstudenten wäre in den armen Seniore Fulci gefahren. Selbst hartgesottene Fulcifans werden angesichts dieses Billigstreifens die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und sich mit Wehmut an seine Klassiker aus vergangen Tagen zurückerinnern. Nur für Fulci-Komplettisten, ansonsten Finger weg!!!

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"Conquest" ist an und für sich ein handelsübliches "Conan"-Rip-Off, mit der kleinen Besonderheit, dass sich hier Lucio Fulci der Sache annahm. Dementsprechend ist der Film an Gewalt und Niedertracht nicht eben arm und präsentiert quasi eine blutige Actionszene nach der anderen. Dazwischen kann man getrost 'ne Tasse Kaffee trinken gehen und wenn der magische Flitzebogen zum Einsatz kommt, sollte man eh die Augen schließen. Fazit: "Conquest" ist ein trashig-dämlicher, aber unterhaltsamer Urzeit-Splatter für Fans.

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