Generell sind Remakes ja eher ein zweischneidiges Schwert, im Falle von Ju -on / The Grudge konnte Takashi Shimizu nicht viel falsch machen, bzw es nicht noch schlimmer machen. War das Original schon einer der Tiefpunkte ins Sachen bleichgeschminkte Frauen, die krabbelnd durch die Gegend schlurfen und tatsächlich noch die alten Gags mit Katzen im Kleiderschrank verwendet werden, so ist das Remake nicht wirklich gelungener.
Die Neuverfilmung ist eine fast vollständige 1 zu 1 Kopie des Originals, die Handlung spielt ebenso in Japan und wurde nicht extra in die Staaten verlegt.
Die Schauspielerregie wurde mit (halbwegs) bekannten Gesichtern bestückt: Sarah Michelle Gellar, Bill Pullmann, Ted Raimi, die ihre Sache zumindest halbwegs professionell und routiniert durchziehen, im Gegensatz zum Original, bei dem der Eindruck entstehen musst, die Darsteller wären von der Bushaltestelle aufgelesen.
Nicht dass der geneigte Zuschauer eine Handlung erwarten würde, vor allem nicht von neueren japanischen Horrorfilmen, zumindest ist aber ein roter Faden erkennbar, dem man durchaus folgen kann, auch wenn wieder Szenen ohne Sinn und Verstand eingebaut wurden, die dann nur simple Schockeffekte transportieren.
Besteht denn tatsächlich noch die Möglichkeit sich im Jahre 2005, vor heranspringenden Katzen oder klingelnden Telefonen zu fürchten?
Während das Remake zu Ringu noch frisch und gut inszeniert daherkommt, bleibt es hier bei einem faden Aufguß einer schon abgestandenen Suppe die allerhöchstens B-Movie Qualitäten besitzt.