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Sind Remakes nun gut oder Böse? Darüber wird man sich vermutlich nie einigen können, aber für Gesprächsstoff ist immer gesorgt. Durch das immer mehr Beachtung findende Asienhorrorkino, wird in nächster Zeit eine Remakewelle auf die Zuschauer zu kommen; aber die meisten Leute werden es gar nicht wissen. Und das ist der Grund warum die Filme auch bisher an der Kinokasse funktionierten. Man muss nun mal ehrlich sein. Weder die breite Masse der Amerikaner, noch die Europäer freunden sich gerne mit dem Asiatischen Kino an. Höchstens durch Artikel werden die normalen Besucher dann darauf hingewiesen und vielleicht wird sich jemand Mal das Original anschauen. Deshalb sind die Streitereien über diese „Art“ der Remakes eigentlich überflüssig. Die wirklichen „Fans“ kennen sich natürlich damit aus, aber die machen, wenn überhaupt, vielleicht 10% des Umsatzes aus.

Mit „The Ring“(der mir als Remake nicht so besonders zugesagt hat) hat alles angefangen und nun kommt mit „The Grudge“ der nächste bekannte Film ins Kino. Gleich am Anfang kann man sagen dass sich für Hardcore Fans des Originals der Weg kaum lohnen wird. Man fragt sich schnell warum Takashi Shimizu erneut an den Stoff arbeitete. Doch eigentlich ist ein Ticket nach Hollywood sicherlich immer gerne genommen und so ist es dann doch verständlich. Nun kann man die Entscheidung den gleichen Regisseur zu nehmen entweder negativ sehen, da kaum etwas Neues geboten wird, oder positiv da mit viel Respekt an der Vorlage gearbeitet wurde. So ist das Setting das gleiche, die Episodenhafte Erzählweise wurde etwas abgespeckt aber teilweise beibehalten, einige Schauspieler sind wieder dabei und die Schocks werden auf ähnliche weise gezeigt, aber meistens etwas kürzer dargestellt(wegen der Freigabe?). Dabei kommen aber doch einige Pluspunkte zur Geltung. So wurde die doch etwas anstrengende und zumindest beim ersten anschauen des Originals, wirre Erzählweise sehr gestrafft. Auch dass etwas mehr Hintergründe zur Tat erklärt werden, hat mir ganz gut gefallen. Ohne große besondere Leistungen zu zeigen sind natürlich die Schauspieler auch stärker als im Kinooriginal, der doch, durch die teilweise sehr schwachen Leistungen der Darsteller etwas an Spannung verlor.

Wenn man das Original kennt, hat man natürlich das Problem das der Grusel nicht mehr so funktioniert wie beim ersten angucken. Das Manko hatte auch schon der zweite Teil aus Japan. Doch wenn man keine dieser Filme gesehen hat, sitzt man hier schon richtig. Denn durch geschickte Kameraführung und Sounds holen die Macher schon genug Schauermomente heraus. Wenn man noch nicht groß die Asienhorrowelle mitgemacht hat, wird man als unerfahrener Zuschauer sicherlich oftmals eine Gänsehaut verpasst bekommen. Und so sollte man den Film sicherlich auch bewerten. Denn in diesen Momenten ist der Film ein guter Vertreter des Genres.

Fazit: Für alle die das Original nicht kennen, kann man sich freuen das sich die Macher sehr an das Original gehalten haben. Wenn man das Remake unbelastet guckt, werden einem etliche gruselige Szenen geboten. Auch muss ich sagen dass mir das Remake, trotzdem das ich beide Kinooriginale kenne, gut gefallen hat. Für die "Kenner" wären mehr neue Ideen zwar schön gewesen, aber der Film ist nun mal für das Publikum gedreht wurden, die sich nicht so toll auskennen. Und für diese ist das gebotene sehr ansprechend.

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