Review

Jaja Remakes gibt es seit eh und je ... manchmal sind diese durchaus sinnvoll, doch manchmal auch völlig sinnfrei, denn abgesehen von "The Thing", "Dawn Of The Dead", "King Kong" und "Ring" fallen mir irgendwie keine gelungenen Neuverfilmungen ein.

Wie auch immer, überraschenderweise sitzt am Regiestuhl des Grudge Remakes niemand geringeres als Takashi Shimizu, der Schöpfer von "Juon" und allen anderen Vorgängern. Übrigens wirklich erstaunlich wie oft Shimizu denselben Stoff verfilmt ...

Story ist halt nicht groß verändert worden. Die Altenpflegerin Karen (Sarah Michelle Gellar) ist mit ihrem Freund nach Tokio gezogen und wird angewiesen, einer alten Frau unter die Arme zu greifen. Doch wie sie schnell herausfindet, ist das Haus, indem sich die Frau befindet, alles andere als normal ...

Nun ja, was hat sich gegenüber dem Original getan? Eigentlich nicht besonders viel, abgesehen von ein paar amerikanischen Schauspielern, die in Tokio ihr unwesen treiben und reichlich Atmosphäre raubenden Computer Animationen. Viele Szenen von "Juon" wurden 1:1 übernommen und nicht selten wurde der Computer eingesetzt. Ich finds einfach nicht gruselig, wenn offensichtliche CGI Schatten oder Haare (was auch immer) an den Wänden rumwurschteln ... also Herr Shimizu bitte Back To The Roots. Kayako und Toshio (böse Geister) haben natürlich auch ein paar nette Auftritte, die einen, wenn man das Original nicht kennt, bestimmt überraschen werden. Doch ich denke für wirklich überdurchschnittlich spannend wird den Film keiner halten. Die Auflösung der Story und das Finale wurden ein wenig amerikanisiert, denn im Gegensatz zum japanischen Vorbild wird eigentlich keine Frage offen gelassen.

Der Film spielt zwar noch in Japan und auch die Kulissen (Das verfluchte Haus) wurden beibehalten, aber die Hauptpersonen werden von Amis gespielt. Die Rolle der Altenpflegerin übernahm Sarah Michelle Gellar. Ich will nicht sagen, dass sie eine schlechte Schauspielerin ist, doch irgendwie wirkt sie, wie auch Bill Pullmann, fehl am Platze. Ich musste leicht schmunzeln, als Ted Raimi in der Rolle von Gellars Chef auftrat ... durchaus netter Gastauftritt, denn dies war eine von wenigen Rollen, die passte (Sam Raimi produzierte und hat wohl Kontakte spielen lassen ... hehe).

Hm wie soll man den Film nun bewerten. Das Vorbild war meiner Meinung nach schon nicht perfekt und das Remake macht eigentlich nur noch mehr falsch. Atmosphäre geht schon im Intro fast flöten und abgesehen von ein paar brutaleren Szenen und teurerer Optik, hat der Film rein gar nichts neues zu bieten. Für Leute, die Hollywood Horrorfilme mögen und Juon nicht kennen vielleicht mal nen Blick wert, aber alle anderen sollten eher nen Bogen drum machen. 4/10!

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