Review

Obsession ist das erste von bisher zwei Remakes des Gruselklassikers The Innocents aka Schloss des Schreckens aus dem Jahre 1961 mit Deborah Kerr in der Hauptrolle.

Obsession ist relativ unbekannt, kann aber mit einer gut agierende Patsy Kensit und einem leider in einer kurzen Nebenrolle platzierten Julian Sands darstellerische Aufwertung erfahren.
Auch die restlichen Schauspieler/innen machen ihre Sache gut - besonders die beiden Kinder.

Obsession ist als farbiges Remake des alten Schwarzweiß-Klassikers sehr atmosphärisch und optisch einwandfrei gelungen. Manche Szenen im Haus oder im der Parkanlage haben einen gruseligen Gothic-Touch, der punktgenau zur Storyline des Filmes passt.

Beindruckende Optik ist aber nicht alles, das weiß jeder Filmzuschauer ... und genau das ist die Schwäche des Streifens. Er kommt zu schleppend voran.
Nicht das er schlecht wäre.
Aber es dauert, bis endlich mal was passiert ... auch wenn man bis dahin die unheimlichen Szenen bewundern kann.
Leider wiederholen sich auch manche Schreck-Sequenzen auf die gleiche Art und Weise. Dies hätte man geschickter und unterhaltsamer inszenieren können.
Gewalt und Blut spielen bei diesem Mystery-Grusler eher eine untergeordnete Rolle.
Hier steht unbehagliches Frösteln im Vordergrund.

Fazit:
Unterm Strich bleibt also ein optisch sehr gut inszenierter kleiner Horrorfilm, der nicht mit Innovationen auffahren kann, aber über die gesamte Spielzeit den geneigten Fan fesselt.

Ach ja, Actionern und Horror-Hardlinern ist der Film eindeutig zu brav und zu wenig effektvoll in Szene gesetzt.

Allen anderen (besonders Fans von verstörenden Werken wie The Others) sei der Film wärmstens empfohlen.

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