(Womöglich finden sich in untstehendem Text einige Spoiler).
Yeah, wir fahren nach Mallorca und dort brausen wir mit Jetskis
übers Nass und lieben uns nächtens sehr/ das Wasser schimmert zart und hehr aber plötzlich - alarum bells! - ein perikulöses, aus vielen silbrig flimmernden Bildpixeln zusammengesetztes Grafikgebilde in Riesenhaiform greift uns an. Der Mann stirbt, die Frau hängt am anderen Morgen bei einem anderen an der Angel und eine wilde Hatz beginnt...
Hier finden sich eine ganze Reihe der großen Werke der neueren und neuesten Computerspiel- und Filmgeschichte wieder. Die Insel Mallorca erscheint nicht als ekelhafte Brutstätte Sangria saufender Dummköpfe, wie es das gängige Klischee vermittelt, sondern als deutsche Variante des sagenumwobenen Erdfleckchens des Namens Miami. Handlungsmäßig haben
wir es hierbei dementsprechend mit einer großen Prise "Miami Vice" zu tun. Der grafisch unausgereifte Riesenhai und dessen Enstehungsgeschichte erinnern etwas an "Jurassic Park" und sehr an "Resident Evil", kurzzeitig mischen sich einige Erfahrungswerte aus "Das Boot" hinzu und am Ende findet sich ein feines weißes Häubchen James Bond.
Die Handlung sowie die Charaktere (besonders der "Bulle von Töltz" in einer ihm sicher einiges an Genuss beigebracht habenden Glanzrolle) und Spezialeffekte (Mann, die kurze Szene mit der Sonnenbrille! - Super!!!-trashig!) sind häufig dermaßen überzeichnet, dass der ganze Film überaus albern und selbstironisch wirkt und dadurch einfach nur Spaß macht. Lobenswert ist dabei, dass eine deutsche Produktion endlich einmal wieder Mut zur Übertreibung hat. Harte Frauen, süße Chicks, unbeholfene Trottelcops, deutsches PET-Pfandgut, Protagonisten im Amphetaminrausch und ein schnucker Möchtegernlegolas machen diesen Film fast zu einem Kultobjekt. Für Trash-Fans durchaus sehenswert.