Bevor Jet Li zu einem der größten Actionstars in Hongkong wurde und es ihn nach Hollywood zog, war er häufiger Star verschiedener Eastern. "Claws of Steel" ist einer davon und verbindet asiatische Kampfkunst mit dem eigenen, östlichen Slapstickhumor.
Im China des 19. Jahrhundert ist Wong Fei-Hung (Jet Li)
der Leiter einer KungFu-Schule, die nach ihrem Umzug neben einem Bordell seine Pforten öffnet, was sich nicht sonderlich positiv auf den guten Namen der Institution auswirkt. Als ein rätselhafter Mönchsorden Frauen verschleppt und sie versklavt tritt er mit seinen Schülern auf den Plan, um dem Treiben ein Ende zu bereiten. Doch in der Polizei sind noch weit mächtigere Gegner vertreten.
Der recht simple Plot wird mit überproportioniertem Humor unterlegt, der für witzige Eastern nunmal ein oft genutztes Mittel zu sein scheint, mir aber mitunter stark auf die Nerven geht, da die andauernden Slapstickeinlagen auf die Dauer an Witz verlieren und zu langweilen beginnen.
Eine wahre Augenfreude und Klasse für sich sind die etwas zu seltenen Kämpfe, in denen Jet Li in gewohnter Manier an Seilen durch die Luft wirbelt und seine Feinde auseinandernimmt. Ein Höhepunkt stellt dabei sein Kampf, auf einem alten Holzsteg, gegen einen durch einen Tarnmantel geschützten Fighter dar, der sich nach belieben unsichtbar machen kann.
Fazit:
Insgesamt ansehbarer Eastern, dem ich als Genrefremdling aber nichts Großartiges abgewinnen kann. Der Plot ist recht simpel, der Humor zu präsent, aber die Kämpfe erstklassig. Ein Blick darf riskiert werden, denn Jet Li ist Kämpfer nunmal eine Wucht.