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Oh mein Gott, das ist sie also?! Die komödiantische Hommage der deutschen Teenie-Comedy-Macher an George A. Romeros brillante Zombie-Triologie: "Die Nacht der lebenden Looser". Doch glaubt Regisseur Mathias Dinter wirklich, dass er mit diesem Ding eine unterhaltsame Ehrung an Romero gedreht hat? Oder hofft er sogar ins geheim, dass auch Romero irgendwann mal über seinen Film lachen wird? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass dieser Streifen mal wieder zeigt, wie hundsgemein schlecht doch die deutsche Komödienlandschaft ist, wenn es um Teenie-Spaß geht. Denn nach den, noch einigermaßen akzeptablen Lachern "Harten Jungs" und "Feuer, Eis und Dosenbier" kam nur noch Schrott wie z. Bsp. "Autobahnraser" oder, ganz schlimm, "Pura Vida Ibiza". Wenn also versucht wird, mit deutschen Teenies amerikanischen Vorbildern alla "American Pie" etc. nacheifern zu können, dann kommt da größtenteils nur Dünnpfiff raus. So auch bei den Losern.

Schon die Story ist ungemein Geistlos, wenn auch die Grundidee durchaus für Amüsants hätte sorgen können. Denn die Idee von drei Losern, die nach einem Ritual zu Zombies mutieren und nun mit aller Macht probieren an ein Gegengift zu gelangen, hat durchaus etwas, etwas trashiges, was hätte unterhaltsam sein können. Zwar ist der ganze Quatsch natürlich wieder einmal vollkommen Logikfrei und besitzt auch sonst nichts was man mitnehmen könnte, aber es hätte eben wenigstens auf einer trashigen Ebene Spaß machen können. Leider ist dem nicht so.

Denn was hier wieder einmal für ein Güllefaß an vollkommen bekloppten und wirklich in keinster Weise lustigen Witzchen ausgepackt wird, ist schlichtweg unbegreiflich. Ein ödes Sexwitzchen reiht sich ans Nächste, ein Dialog bekloppter als der Andere. Da rollen einem Jungen ein Hoden aus der Hose, ein abgetrennter Schwanz wird wieder angetackert, es wird, auf eine saudämliche Art und Weise, über das Essen von rohem Fleisch diskutiert und vieles mehr. Dazu gibt es bekiffte Zombies, allerlei Urin-Witze (z. Bsp. wird in eine leere Weinflasche gepisst und diese dann wieder schön brav in den Schrank gestellt) und natürlich wird auch immer wieder übers poppen gesprochen und das mit derartig behämmerten Dialogen, dass es einem ganz schlecht wird, von all dem hirnfreien Gelaber, dass maximal Menschen mit einem IQ von -70 im Suff aussprechen würden. Kurzum, es gibt hier eigentlich nur einen einzigen wirklich funktionierenden Joke und diesen bekommt man schon im Trailer zu sehen. Ich sag nur: "wie neu"!

Aber auch in Sachen Inszenierung geht hier mal wieder wirklich alles gegen die Wand. Angefangen bei den Spezial Effekten, die so grottig aussehen, dass sie eigentlich noch nicht einmal TV-Niveau erreichen (blaue, blinkende Augen, animierter Totenkopf am Anfang etc.). Dazu eine Musikuntermahlung, die nur mit saudämlichen Liedern aufwartet, die von den Sängern so dillethantisch und öde vorgetragen werden, dass man sich über den Musikgeschmack der Produzenten nur wundern kann. Einzig und allein die wenigen Bluteffekte können sich sehen lassen, doch die sind in einer FSK 12-Komödie natürlich Mangelware.

Abgerundet wird dieser schaurige Komödienbrei dann noch durch seine hundsmiserablen Schauspieler. Himmelherrgott, was ist das denn wieder einmal für ein untalentierter Haufen gewesen, den man hier vor die Kamera gezerrt hat? Ein Gesicht dämlicher als das Andere. Seien es die drei Hauptdarsteller, bei denen maximal Thomas Schmieder ein klitzekleinwenig, als blutgieriger Konrad, überzeugen kann. Aber auch er dürfte keine weiteren Chancen im Filmgeschäft kriegen. Dazu Viva-Moderatorin Collien Fernandes, ohne Frage ein absolutes Schnuckel vor dem Herrn, die aber auch so was von absolut nicht schauspielern kann. Einziger Lichtblick ist da höchstens Ulknudel Sissi Perlinger, die man aber alles in allem auch schon besser gesehen hat. Kurzum, ein wirklich ganz mieser Haufen von Typen, die nichts vor der Kamera zu suchen haben!

Fazit: Absolut grauenhaftes deutsches Zombiekomödchen, dass schon allein aufgrund seines Titels verboten gehört und das nicht weil er nun irgendwie sonderlich blutig geraten ist. "Die Nacht der lebenden Loser" ist in keinster Weise so eine amüsante Verbeugung vor Romeros Zombiereihe geworden, wie z. Bsp. "Shaun of the Dead", sondern nur ein weiteres, grauenhaft billiges Schundprodukt Marke deutscher Teeniefilm. Grottige Gags, furchtbare Inszenierungsschnitzer, sowie eine Darstellercrew, die man am liebsten jedem Zombie gleich in die Fressluke schieben würde, machen diesen Streifen absolut ungenießbar und werden nur durch einen einzigen Schenkelklopfer (ich sag's nochmal: "wie neu"), sowie eine solide Sissi Perlinger, vor dem absoluten Tief gerettet. Kurzum eine Zeitverschwendung sonders gleichen!

Wertung: 2/10 Punkte

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