Review

Joseph Vilsmaiers Alpendrama „Bergkristall“bietet einen durchschnittlichen Film zur Weihnachtszeit,denn seine Stärken sind ebenso hervorstechend wie seine Schwächen.

Erzählt wird die Geschichte innerhalb einer Geschichte,die irgendwann im 18.Jahrhundert spielt.Die Bergdörfer Gschaid und Millsdorf sind einander spinnefeind,was sich auch nicht ändert,als Sebastian und Susanne heiraten,denn der Druck der jeweiligen Gemeinde ist so stark,dass man sich trennen muß.An Weihnachten versuchen ihre gemeinsamen Kinder einen Bergkristall zu finden,dem man nachsagt,getrennte Herzen wieder zu vereinen,doch sie verirren sich im Schneesturm.

Vilsmaier versteht sein Handwerk nach wie vor und die Optik der verschneiten Winterlandschaft löst ein dringendes Bedürfnis nach Kaminfeuer aus.Hinzu kommt eine perfekte Sounduntermalung, sowie ein sehr angenehmer und treffsicherer Score.
Auf der anderen Seite senken teilweise furchtbar hölzerne Dialoge und schlechte Darsteller das Niveau.Es ist eben nicht unbedingt empfehlenswert,seine ganze Familie vor die Kamera zu zerren,wenn man im Fall von Ehefrau Dana Vavrova von einer Fehlbesetzung sprechen muß und Töchterchen Josefina ziemlich talentfrei agiert.

Das alles schmälert den Gesamteindruck doch ungemein,denn die Atmosphäre des Streifens hebt sich wohltuend vom üblichen“Santa´s comin to town“-Weihnachtskitsch ab.
6 von 10 Punkten

Details
Ähnliche Filme