Nach dem Review zu “Lord of the G-Strings” von Brainbug1602 bin ich schon interessiert auf diese Softsex-Parodien von namhaften Streifen wie z.B. “Herr der Ringe” gewesen; natürlich geht man mit niedrigen Erwartungen an so etwas ran, aber die wurden doch ganz gut übertroffen, jedenfalls der mir vorliegende “Gladiator Eroticus” hat nicht nur ob seiner sehr heißen Damen gefallen.
Das sich die Story vage an “Gladiator” orientiert macht nichts, vorausgesetzt man stellt die Filme nicht direkt nebeneinander, da kann dieser Streifen in kleinster Weise mithalten. Auch hier: Imperator hat tollen Feldherren - Darian Caine als (späterer Gladiator) Eroticus - den er gerne als seinen Nachfolger in Rom bestellen möchte; sein Sohn Dickus Minimus, Knallcharge erster Kajüte (wie alle Männer im Film), wird als Thronfolger abserviert - tötet den Vater (Lachflash als der Sohnemann mit seinem scheinbar zwergenhaft aussehenden Pimmel vor ihm rumwedelt) und Eroticus wird zu Gladiatorenspielen gezwungen, lehnt sich nachher gegen Dickus Minimus auf. Kennen wir alles in groben Zügen, hier alles eine ganze Ecke kleiner und einfacher - aber nicht minder unterhaltsam.
Auch wenn mindestens die Hälfte der Lauflänge nur gekuschelt und gevögelt wird sind die Darsteller ganz passabel und bringen ihren einfachen Rollen ein Hauch von Charakter rein. Natürlich überdreht und mit wenig Substanz, aber nett anzusehen. Vor allem Darian Caine als Eroticus gefällt, ihre Ausstrahlung beschränkt sich nicht nur auf ihre dicken Titten - nein auch in einem “echten” Gladiatorfilm würde sie sich gut machen. Neben ihr, leider mit nicht so viel Screentime wie gewünscht: die leckere Misty Mundae als Tochter des Imperators, in ihrer Toga einfach nur niedlich anzusehen, Troma-Acrice Debbie Rochon als Slave Master Fellatio sieht ebenfalls extrem lecker aus. Auch über die restlichen, meist weiblichen Darstellerinnen, kann man keine schlechten Worte verlieren, wenn diese auch meist nur gut aussehen müssen als irgendwie zu spielen. Das die Kostüme eher aus dem Theater zu kommen scheinen stört kaum, manchmal sehen sie aber recht gelungen aus, wenn natürlich simpel gemacht: offensichtlich falsche Bärte, Gummischwerter (die sichtbar vibrieren) und manch andere einfache Requisite (Darsteller im Löwenkostüm!) mindern den Spaß am Film kaum - vorausgesetzt man hat damit keine Probleme das z.B. das Colloseum oder manch andere römisch anmutende Bauten nur in die Bilder reinkopiert sind.
Die Sexszenen sind übrigens sehr ästhetisch in Szene gesetzt und entbehren nicht einer erotischen Darbietung weiblicher Körper; eigentlich gibt es nur Lesbensex - leider nur “soft”, sprich ob es neben den falschen Bärten noch andere Behaarungen gibt bleibt leider oft verborgen. Dafür gibt es eben der Szenen viele, am Ende wird gar orgiastisch (sicher 6-7 Damen tummeln sich) abgegangen. Soft auch die Schlachten, zwar liegt mal da ein abgeschlagener Arm auf dem Schlachtfeld rum, doch die Kämpfe an sich sind total unblutig, aber unterhaltsam. Recht nett gefilmt und mit mancher Slow-Motion Szene versetzt. Aber Spannung oder Atmosphäre kommt hier eher selten auf, auch wenn es manch nette Sequenz (wie die anfängliche Schlacht) gibt. “Nur” ein Softsexfilm in schöner Verpackung - aber sicher dutzend Mal interessanter als der Videotheken-Rammel-Kram; mir hat er jedenfalls gut gefallen, werde auf jeden Fall die anderen Misty Mundae Streifen anchecken. Das kann ich Euch, meine lieben männlichen Leser, auch nur empfehlen!