Review

Zwei tölpelhafte Mitarbeiter eines Medizin- Versandhauses öffnen versehentlich ein Fass mit giftigen Chemikalien, die sofort entweichen. Durch das Gas erwacht eine Leiche im Lagerhaus zum Leben. Die beiden schaffen es mit Hilfe ihres Chefs, die Leiche wenigstens erstmal dingfest zu machen, sie stirbt jedoch nicht. Somit bringt man sie ins nahegelegene Leichenhaus, um sie zu verbrennen. Die Staubreste der Leiche entweichen durch den Kamin und werden mit dem Regen wieder runtergespült, direkt auf den Friedhof...

Der erste Teil der mit mittlerweile 4 Fortsetzungen versehenen "Return of the Living Dead"-Reihe ist wirklich gut geworden. Hier kriegt man mal nicht das übliche, pessimistische 0815-Zombieszenario vorgesetzt, sondern die ganze Geschichte mit einer gewissen Ironie kombiniert. Anfangen tut es damit, dass der älter im Medizinhaus arbeitene Angestellte seinem Neuling erzählt, dass Romero's Nacht der lebenen Toten auf einer wahren Begebenheit beruht und als er die Chemikalien, durch die die Toten wieder auferstehen, kurzerhand zeigen will, haut er auf das Fass, in der sie sich befinden, um zu zeigen, wie sicher und fest es ja ist, promt weicht das verheerende Gas aus... Auch geht es weiter im Text, dass sich die Zombies, wie gewohnt, einfach nicht killen lassen. Das übliche "Kopfzerstören" funktioniert nicht, auch nachdem man den Schädel abgetrennt hat, lebt das Ungetüm weiter. Somit wird es verbrannt, damit seine Überreste in die Luft kommen und durch den Regen wieder nach unten geraten und die restlichen Toten wieder zum Leben erwachen lassen können. Supi!

In dieser Hinsicht punktet der Film wirklich an Originalität. Insgesamt läuft die Situation auf eine wunderbar klaustrophobische Verbarrikadierung hinaus, dafür dann wieder mit den gewohnten Fluchtversuchen und allem drum und dran.

Die Schauspieler sind soweit absolut okay. Man hat hier niemand besonders namhaftes, tut aber nichts zur Sache. Mit den jungen Leuten, den Freunden des jungen Mitarbeiters um Medizinhaus, die ihn dort abholen wollen, hat man gleich nochmal was fürs Auge. Die Dialoge... Sind soweit auch relativ okay. Ich habe mir hier ein wenig mehr Witz erwartet, so lacht man eher über die Tollpatschigkeit, Dummheit, wie auch immer man es ausdrücken soll, aber anfänglich dafür weniger über das Gesagte. Die Empfehlung, den Film anzuschauen, die ich bekam, zielte unter Anderem eben darauf. Ich habe auch gelesen, dass die englische Tonspur um einiges witziger sein soll. Wer also, nicht so wie ich, den Film auf englisch schauen möchte, kann das dann ja mal in Angriff nehmen.

Für einen Zombiefilm übrigens mal auch in anderen Kriterien ein wenig anders ausgefallen. Die ersten Toten sehen sogar noch ein wenig putzig aus, während die Leichen, die aus den Gräbern steigen, dann schon eher zum Fürchten fungieren. Im Übrigen können sie hier sogar sprechen, so kommen die Zombies auf die Idee, mittels Polizeifunk gleich Ersatz anzufordern, um sich derer Gehirne zu bedienen... Durchaus witzig geraten. Besonders blutig ist der Film nicht - Fressszenen á la Romero wird man hier keinesfalls zu Gesicht bekommen. Hier und da die ausgelutschten Schädel und vielleicht die verkommenen Leichen, mehr bietet der Film dann aber doch nicht.
Zuguterletzt kann man dann noch den Score ansprechen, der soweit auch wirklich gut geraten ist. Hier und da ein paar fetzige Stücke, die durchaus zum Geschehen passen.

Alles in Allem wirklich einer der besseren Vertreter seines Genres, der nicht mal ansatzweise so trashig wie Genrekollegen wie etwa aus der Zombi-Reihe daherkommt, dafür umso mehr mit Witz und einfallsreichen Ideen zu überzeugen weiß. Natürlich kein Meisterwerk und auch keine Genrekrone, dafür kann man ihn einfach nicht ernst nehmen. Vielleicht dann einfach Hirn (r)aus und Spaß haben!

8/10

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