Irgendwie knuddelig unterhaltsam ist sie ja, diese Rückkehr der lebenden Toten, die in Dan O’Bannons Semi-Kult-Movie aus den 80ern auf reichlich frisches Hirn aus sind, aber ob es sich dabei um das ultimative Partytape handelt, bezweifele ich mal.
„Return...“ ist eher von allem etwas: ein relativ gut gemachter Zombiefilm, es splattert etwas, manchmal kann man grinsen und die zynische Schlußpointe ist in Zeiten des Kalten Krieges der Reagan-Administrative auch nicht zu verachten gewesen.
Nur leider ist er nichts davon richtig.
Richtig amüsieren kann man sich nur, wenn man den Film in den richtigen Bezug setzt, ihn nämlich als typisches Produkt der 80er sieht, als Zombies in waren und Punker und ähnliche Paradiesvögel noch durch brauchbare Kulissen hüpfen durften, ohne sich komplett lächerlich zu machen.
O’Bannon versteht jedenfalls was von Atmo: sein Leichenvertrieb in einer Industriegegend gleich neben einem geräumigen Friedhof sieht klasse aus, der Stoff aus dem die Horrorstories sind, die sich auf zunehmend engem Raum abspielen. Und so zitiert man die Belagerungssituation auch ganz western-like, Punker, Angestellte und Einbalsamierer, die sich gegen wiedererweckte Tote zu verteidigen suchen.
Die dazugehörenden Tricks reichen in der Güteklasse von albern-übertrieben (das Skelett, welches sich aus dem Grab schiebt und noch komplette Augäpfel hat) über erfreulich neuwertig (die flotten Zombies) bis zu schön eklig (man nascht am Krankenwagenfahrer).
Eingestreut darin sind ein paar gute Jokes (der Zombie, der stets neue Ambulanzen und Polizisten anfordert) und einiges an unfreiwilligem Humor, wie die coole Gang, in der sich Hardcore-Punker mit Linnea Quigley als komplett durchgeknallte Striptease-Mieze mit eindeutigen New Romantics mischen.
Leider tritt der Film sonst komplett auf der Stelle, kann sich schlichtweg nicht weiterentwickeln. Das liegt daran, daß bis zum bitteren Ende kein Mittel gegen die Untoten gefunden wird (das klappt erst in Teil 2) und deswegen die Verteidigerzahl schrumpft und die Lage immer aussichtsloser wird. Auch kann keine Sympathiefigur ausgemacht werden, die den Film tragen würde, dafür ausschließlich Nebenrollen.
Und die beste Atmo kann nichts gegen Drehbuchlöcher tun, in denen einfach nichts passiert, nur rumgejammert oder die Zeit verzögert wird.
Der Splatterfaktor ist übrigens kaum der Rede wert und so überzogen dargestellt, daß man sich fragt, warum hier geschnitten wurde. Angerührt mit einem fetzigen, wenn auch auf Dauer leicht eintönigen Soundtrack kommt das Teil über die Durchschnittsmarke. Gejubelt wird aber nicht. (6/10)