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"The Black Cat" entstand zu der Zeit als Lucio Fulci sich noch nicht ganz abwand von eigenwilligen und stilvollen Horrorfilmen und einfach einen Kommerzfilm nach dem anderen abdrehte um schnelles Geld zu machen. Dasselbe tat Joe D'Amato auch, der machte aber Zeit seines Lebens kein Geheimnis draus gemacht in erster Linie das Geschäft im Auge zu haben - ganz anders Fulci, der auch dem letzten Schrott noch irgendwelche künstlerischen Ambitionen andichtete. Immerhin ist vorliegendes Werk einer der besten von Fulcis belanglosen Filmen und erreicht zumindest Durchschnittsniveau.


Mit David Warbeck und Al Cliver befinden sich zwei B-Stars mit an Bord und Patrick Magee (bekannt aus "Clockwork Orange") liefert ebenfalls eine ordentliche Leistung. Schauspielerisch ist man weitaus schlechteres gewohnt aus italienischen Produktionen und auch sonst können einige Qualitäten ausgemacht werden: Fulcis gewohnter Kameramann Sergio Salvati sorgt für gewohnt gute Bilder und Kamerafahrten; das, sowie Fulcis kurzweilige Inszenierung und die passende Musik von Pino Donaggio garantieren eine solide Grusel-Atmosphäre ohne großen Anspruch.


Die Vorlage von Edagr Allen Poe wird selbstverständlich nur fragmentarisch adaptiert und hätte wahrscheinlich etwas mehr hergegeben. Roger Cormans Verfilmungen sind zwar ebenso wenig korrekt, funktionieren aber besser als Fulcis Werk. Leider sind die Effekte sehr unspektakulär umgesetzt, da hat das Budget wahrscheinlich nicht gereicht für einen Gianetto de Rossi nicht ausgereicht, dessen Effekte konnten ja schon so manchen Fulci aufwerten. Positiv fällt auf das wenigstens die Katzenszenen durch gelungene Tierdressur recht überzeugend wirken.


Fazit: Kann man sich getrost sparen, für Komplettisten allerdings eine klare Empfehlung, da "The Black Cat" wesentlich unterhaltsamer und besser geworden ist als so manch andere Gurke die der gute Fulci so verbrochen hat.


4,5 / 10

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