Nachdem Ray Carlton es irgendwie nicht verkraftet hat, von seiner Freundin sitzen gelassen worden zu sein, ermordet er diese, kurz bevor sie einen anderen heiraten kann. Seitdem hat er einen leichten Hau weg, denn nun läuft er durch die Stadt und hat es auf alle jungen Frauen abgesehen, die bald heiraten wollen. Der Polizist Len Gamble, der durch Carlton seine Verlobte verloren hat, ist nun schon seit drei Jahren hinter dem irren Schlitzer her. Dieser hat seine Aufmerksamkeit nun auf Amy Jensen, die kurz vor ihrer Hochzeit steht, und ihre Clique von Freundinnen gerichtet... Die doppelbödige Eingangs-Sequenz im Kino, die ein wenig "Im Augenblick der Angst" und "Scream 2" vorwegnimmt, weckt da zu Beginn direkt mal falsche Erwartungen, die den Rest der Laufzeit über nicht mehr erfüllt werden, denn "Panische Angst" ist mal einer der (in jeder Hinsicht) trockensten und ödesten Beiträge zur Slasher-Welle der frühen 80er Jahre. Okay, so manch ein Filmchen von anno dazumal hat einem John Carpenter und seinem "Halloween - Die Nacht des Grauens" ja so einiges zu verdanken gehabt (man werfe einen Blick auf den ebenso unnötigen "Examen" aus dem darauffolgenden Jahr!), aber kaum eines ist dahergegangen und hat entsprechende Einstellungen und Momente aus dem besagten Klassiker so kackdreist abkopiert wie dieses hier. Selbst der beknackte Ray Carlton kommt dabei glatt als lupenreines Michael Myers-Plagiat daher, kann einem aber kaum Furcht einjagen, denn irgendwie hat man es tatsächlich fertig gebracht, jedweden Anflug von Persönlichkeit zu vermeiden und den Typ psychologisch noch wesentlich eindimensionaler zu gestalten, als das bei den üblichen Schlitzerfilm-Heinis eh schon der Fall ist. Mehr als wildes Grimassenschneiden und mit den Augen herumrollen wie ein Elch bringt der nämlich nicht zustande... und dass man dem armen Kerl da nicht einmal eine Maske spendiert hat, macht ihn im Endeffekt ironischerweise sogar komplett gesichtslos! Für Regie-Debütant Armand Mastroianni war das Ganze dann auch sicherlich nur eine ambitionslose Fingerübung für nachfolgende, bessere Genre-Beiträge wie "American Killing" und "Cameron - Der Dämon aus der Hölle", die da in jeder Beziehung mehr hergemacht haben. Relevant für das Genre ist "Panische Angst" als stupider Abkupfer-Streifen definitiv nicht und heutzutage dürfte die Chose auch nur deshalb nicht vollkommen der Vergessenheit anheimgefallen sein, weil neben solchen bekannten Gesichtern wie Paul Gleason, James Rebhorn und "American Fighter"-Spezi Steve James hier auch ein sehr junger Tom Hanks sein Leinwand-Debüt in einer Mini-Nebenrolle gibt... und dann noch nicht mal abgestochen wird! Fazit: Statt panischer Angst herrscht hier nur tödliche Langeweile...
3/10