Review

Orphan Black


Nachdem es im letzten Teil für unsere liebste Mörderpuppe eine Mörderbraut gab, kommt nun der erste Nachwuchs. Glen. Oder Glenda. Doch die Geschlechterwahl ist nicht das Einzige, womit Chuckys und Tiffanys Nachwuchs kämpft. Und auch der Zuschauer und Fan der Reihe muss bei diesem fünften Part arg kämpfen... und zwar gegen die Tränen der Enttäuschung!

Ich musste ein paar mal blöd lachen, weil das Gebotene dermaßen bescheuert und mies ist, dass ich nicht anders konnte. Im Großen und Ganzen ist „Seed of Chucky“ aber ein massiv missratenes Stück Slashergeschichte. Nachdem Freddy und Ghostface schon top in Richtung Metaebene gingen, dachte man wohl, dass das mit dem eh schon fast immer augenzwinkernden Chucky locker ebenso gut gelingt. Doch diese Gleichung geht nicht auf. Und dabei sind Glen/Glenda oder ein nice weggeätzter John Waters noch nichtmal das Seltsamste an der ganzen Sache. Redman, die mehr oder weniger doppelte Jennifer Tilly, ein Britney Spears-Verschnitt, die hübsche S Club 7-Blondine, miese Computereffekte, ein unbrauchbares Ende, das völlig zurecht danach missachtet wurde. „Seed of Chucky“ ist (wie fast alle seine Brüderfilme) nicht lang - aber macht in der kurzen Zeit schon unglaublich viel falsch, erzürnt und enttäuscht gerade Hardcorefans der Reihe maßlos. Die Jokes wirken cheap und wenig clever, die Kills bleiben hinter den Erwartungen zurück, alles wirkt eher wie eine aalglatte Parodie statt einer ernst gemeinten Fortsetzung. Kurz: „Seed of Chucky“ dreht alles drei Schrauben zu weit, was „Bride of Chucky“ so erfolgreich und unterhaltsam gemacht hat.

Fazit: für mich der mit Abstand schwächste Teil der Chucky-Reihe. Im besten Fall noch bizarr. Die meiste Zeit über aber unlustig, unnötig, peinlich und ärgerlich. Möchtegern-meta und nichts Halbes, nichts Ganzes. Manchmal näher an „Scary Movie“ als an „Child's Play“. Hat sich überhaupt nicht gut gehalten. Ein Bastard von Film. 

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