Pierce Brosnan und Salma Hayek auf Diebestour vor exotischer Kulisse.
Story:
Max Burdett (Pierce Brosnan) ist Profi, wenn es um's Klauen von Diamanten und anderen Wertgegenständen geht. Zusammen mit seiner Partnerin Lola (Salma Hayek) hat er schon so manchen Klunker erbeutet, zuletzt den zweiten der drei Napoleon-Diamanten, den FBI-Agent Stan (Woody Harelson) übergeben sollte. Nach diesem Coup wollen sich die beiden zur Ruhe setzen, doch Max juckt's schon bald wieder in den Fingern. Zufällig erfährt er, dass der dritte Diamant auf einem Luxusschiff für eine Woche ausgestellt wird. Da packt es ihn wieder. Das Problem ist nur, dass Lola nicht mehr mitmachen will, Stan sich ebenfalls auf der Insel befindet uns zusammen mit der einheimischen Polizei Max endlich dingfest machen will...
"After The Sunset" stellt einen weiteren recht gelungenen Vertreter des Genre-Crossovers Krimi/Komödie dar, wenngleich es auch bessere derartige Filme gibt. Zunächst geht's mit dem Raub des zweiten Napoleon-Diamanten erst mal temporeich und witzig zur Sache (besonders Woody Harelson kann hier glänzen), dann wird das Tempo aber leider viel zu lange gedrosselt, Charaktere vorgestellt und viele teils langatmige Dialoge prasseln auf den Zuschauer ein.
Erst als Max von dem dritten Diamanten erfährt, kommt die Story wieder in Fahrt und wird dann in der Folgezeit nur noch selten durch unnötige Szenen unterbrochen. Die meisten Witze gehen dabei auf das Konto von Woody Harelson, der den trotteligen FBI-Agenten richtig klasse rüberbringt. Auch Pierce Brosnan weiß abseits von Bond zu überzeugen, wobei seine Rolle gar nicht mal soo weit von der des britischen Superagenten entfernt ist. Denn auch als Meisterdieb hat er allerhand Gimmicks parat, mit denen er seine Raubzüge durchführt. An seiner Seite geht Salma Hayek leider etwas unter. Sie darf zwar schön aussehen (das allerdings wirklich erste Sahne...), aber nur selten aktiv ins Geschehen eingreifen. Wird Zeit, dass sie mal eine eigenständige Hauptrolle bekommt, bei der sie wirklich zeigen kann, was in ihr steckt, statt immer nur an einem männlichen Partner zu kleben.
Positiv fallen neben den gut gelaunten Schauspielern vor allem die exotischen Kulissen ins Auge. Die sehen nicht nur gut aus, sondern liefern auch einen passenden Hintergrund für die Story. Wenn diese nicht stellenweise so langatmig erzählt werden würde, wäre auch eine höhere Bewertung ohne weiteres möglich gewesen. Abgesehen davon gibt's an dem Film nämlich nichts zu meckern.
Fazit: Eine gute Krimikomödie für zwischendurch. Nicht mehr und nicht weniger. Brosnan/Hayek/Harelson-Fans können ohne Bedenken zuschlagen.
7 von 10 Punkten