Eines muß man Jerry Bruckheimer schon lassen, er versteht es den Zuschauer in Spannung zu versetzen. Und er hat es mit "Das Vermächtnis der Tempelritter" mal wieder gezeigt das man auch mit unspektakulären Drehbüchern einen sehr spannenden und zugleich actionreichen Film drehen kann.
Wer sich einen neuen Indiana Jones erhofft wird natürlich sichtlich enttäuscht sein, denn Benjamin Franklin Gates(sehr gut gespielt von Nicolas Cage) will gar keiner sein. Er stellt einen modernen Tempelritter dar der einerseits sich nichts sehnsüchtiger wünscht den Schatz zu finden und seinem Großvater, der auch Jahrelang dem sagenumworbenen Milliardenfund auf der Spur war, alle Ehre zu machen und den von Kritikern und Archäologen verpönten Familiennamen Gates wieder Anerkennung zu schenken, andererseits ist er bemüht das der Schatz nicht in die falschen Hände gerät um nur mächtig Profit daraus zu schlagen. Hilfe bekommt er dabei von seinem Kumpel Riley Poole(John Bartha, grandios gespielt, ähnelt ein wenig Johnny Knoxville in "Walking Tall"), einem Technik-Freak der mächtige Dollarzeichen in seinen Augen hat wenn er den Schatz riecht, aber stehts auf Gates Seite ist und der schönen US-Nationalarchivarin Dr. Abigail Chase(Diane Kruger, mäßig gespielt und sehr schlecht synchronisiert). Gefolgt von Ian Howe(Sean Bean, gut gespielt), ehmaliger Kollege von Gates der rücksichtslos nach Reichtum jagt, beginnt die Hatz nach dem Schatz.
Fazit: Der Zuschauer bekommt alles für ein gutes und unterhaltsames Popcorn-Kino: Spannung, Tempo, Action, Rätselraten, ein wenig Geschichte und obendrauf ein Schuss Liebe.Wären nicht die schlechte Synchronisierung von Diane Kruger, die mich persönlich sehr gestört hat, und ein paar Logikfehler hätte es von mir die volle Punktzahl bekommen, denn der Film hat getan was er sollte: mich unterhalten. Somit 8/10.