Top-Produzent Jerry Bruckheimer schickt Nicholas Cage und Diane Krüger in „Das Vermächtnis der Tempelritter“ auf Schatzsuche. Die etwas actionarme, jedoch durchweg spannende Schnitzeljagd stürmte gleich auf Platz 1 der Kinocharts.
Die Story um den Schatzsucher Gates, der eine Karte auf der Rückseite der Unabhängigkeitserklärung der USA vermutet, ist ideenreich und spannend. Zwar sind die Zusammenhänge manchmal ein bisschen abstrus, jedoch immer logisch. Der Film ist durchweg spannend und bietet gute Unterhaltung. Das Drehbuch bietet viele gute Ideen, die Regisseur Turteltaub auch gut und witzig umsetzt. So rennt Cage in ein Souveniergeschäft, unter seiner Jacke die Unabhängigkeitserklärung, als ihn eine Verkäuferin auffordert, das „Souvenir“ zu bezahlen.
Da Walt-Disney-Pictures an dem Film beteiligt war, wurde die Action etwas getrimmt, was dem Film ein bisschen seinen Reiz nimmt. Außer der Startsequenz im Schnee, bei dem ein Schiff (!!) in die Luft fliegt und einer spektakulären Verfolgungsjagd gibt es relativ wenig Action. Es wird noch ein bisschen Geballert, das wars dann auch.
Ein Riesenplus ist das aufwendige Produktions-Design. Die Schatzkammern und Kirchen sind toll gebaut und machen den Film authentisch. Das Ganze erinnert zwar ein Wenig an „Indiana Jones“, trotzdem ist der Film, vor allem wegen seiner pfiffigen Story, relativ Genre-unabhängig.
Das 100-Millionen-Dollar-Spektakel von Regisseur Jon Turteltaub bietet eine ganze Reihe von Top-Stars auf. Die Hauptrolle spielt Nicholas Cage („Face Off“), an seiner Seite die Deutsche Diane Krüger („Troja“). Den Bösewicht mimt Sean Bean („Herr der Ringe“) mal wieder grandios, auch Oscar-Preisträger Jon Voight ist dabei.
Fazit:
Spannende und pfiffige Schatzsuche mit Top-Stars und einer tollen Story. Der Film hat viele trickreiche Wendungen, die die Spannung aufrecht erhalten. Etwas enttäuschend ist dagegen die Action, war doch Actiongigant Jerry Bruckheimer beteiligt. Trotzdem ist das ganze Spektakel sehr unterhaltsam und einen Gang ins Kino allemal wert.