NATIONAL TREASURE aus der Bruckheimer-Schmiede war sicherlich einer der ungerechtesten Saisonerfolge gegen Ende des letzten Kinojahres. Inszeniert, mit einer völlig von sich selbst gelangweilten Routine, hat den Tempelritter-Quatsch kein geringerer als John Turtletaub – Schöpfer solcher Meilensteine wie „ 3 Ninja Kids“, „A Trabi Goes to Hollywood“ und „While you were sleeping ...“ – den wir nach vier Jahren Abstinenz wohl zu zeitig in todsicherer Vergessenheit wähnten. Zurück, in einer neuerlichen, von ihm niemals annähernd ausgefüllten Hauptrolle, ist auch der einfach immer wieder unerträgliche Nicolas Cage – er gibt in diesem mit Verschwörungstheorien heftig liebäugelnden Actionfilm den Jäger des verlorenen Schatzes der berüchtigten Tempelritter.
Nach dem Untergang des Ordens haben die Freimaurer die Verwaltung des ungeheuren Vermögens übernommen und dann – diese Hirnies – mal einfach so verlegt. Nur der schrullige Benjamin Franklin Gates – und ein paar fiese Gangster unter Führung von Boromir – glauben daran, dass das sagenhafte Vermögen mehr als eine Legende ist. Sie hangeln sich von Hinweis zu Hinweis, verpulvern Lebenszeit und jede Menge Moneten, und dann – böse Falle – stellt sich gar heraus, dass sie das Original der US-Verfassung klauen müssen, um die Fährte zu ihrer Schatzhöhle weiterzuverfolgen.