Zwei fabrikneue Räumfahrzeuge sind irgendwie am Nord- oder Südpol unterwegs. (Wurden vermutlich dorthin gebeamt) Die Fahrzeuge kommen irgendwann zum steh'n. Ein Mann schlägt mit einem Pickel zwei'mal ins ewige Eis und, oh Wunder, ein Schiff welches jahrhundertelang unter dem ewigen Eis dahin driftete, kommt zum Vorschein. Glücklicherweise trifft der Pickel genau die Stelle, wo der Name des Schiffes eingegossen ist.
So in etwa beginnt der mit Abstand grösste Schwachsinn, den ich seit Jahren in meinem DVD-Laufwerk hatte. Und wer jetzt meint, es könne nicht schlimmer kommen, der irrt gewaltig. Es kommt schlimmer. Viel schlimmer. Zurück in der Zivilisation (die Helden waren nach einer gewaltigen Explosion unversehrt unter einer Eisscholle hervor gekrochen und wurden vermutlich wieder zurück gebeamt) erwartet den geneigten Zuschauer der nächste Schock: Diane Kruger synchronisiert sich selbst und peinigt den Zuhörer mit ihrer eigenen, monotonen, teils von Dialekt gefärbten Stimme und verbreitet den gewisses Charme, den wir doch alle an Gute Zeiten, Schlechte Zeiten so lieben. (Soap-Fans werden hier bestens bedient) Und so nimmt der vorhersehbare Plot seinen an den Nerven zehrenden Lauf. Gnadenlos wird jedes Klischee bedient. Da darf auch eine vollkommen unpassende und aufgepfropft wirkende Lovestory zwischen Nicolas Cage und Diane Kruger nicht fehlen. Ungereimtheiten, begleitet von platten Dialogen zermürben letzendlich selbst den hartgesottensten Zuschauer.
Doch der Film hat natürlich auch eine positive Seite. Nach gut zwei nichtendenwollenden Stunden neigt sich das Machwerk seinem ebenso unglaubhaften, wie unrealistischen Ende entgegen und stellt den Zuschauer auf eine letzte Probe. Die Bösen, die den ganzen Film über unglaublich clever agiert haben, lassen sich nun brav und wiederstandslos verhaften. Bingo!
Für die, die es sich trotzdem nicht verkneifen können den Film anzuschauen, hier noch zwei Tipps: Vor Drücken der Play-Taste unbedingt Gehirn abschalten und den Daumen immer hübsch in der Nähe der Fernbedienung lassen. So kann man, wenn es mal ganz dick kommt, wenigstens kurz stoppen und tief durchatmen.