Der Archäologe und Schatzsucher Ben Gates hat einen Traum: Seitdem sein Großvater ihm vom verschollenen Schatz der Tempelritter erzählt hat, versucht er, das Rätsel zu lösen, das vier Generationen lang innerhalb seiner Familie weitergegeben wurde.
Das Vermächtnis der Tempelritter ist mal wieder echtes Popcorn Kino das Laune macht. Die Schnitzeljagd die Nicolas Cage quer durch die amerikanische Geschichte macht wirkt zwar ein wenig Pathos getränkt, fällt aber dabei nicht unangenehm auf. Verfolgt wird das kleine Grüpplein von Schatzsuchern, stets von seinem beinahe ebenbürtigen Gegenspieler Sean Bean und natürlich auch vom FBI, das offensichtlich bei Bagatelldelikten wie dem entwenden der Unabhängigkeitserklärung nicht gewillt ist mal ein Auge zuzudrücken.
Mit einer tollen Sequenz in der Arktis startet man in die Schatzsuche und hangelt sich anschließend von Hinweis zu Hinweis, bis es im Showdown zum Finale Furioso unter der Trinity Church trifft. Wenn man dabei so in etwa anderthalb Augen zudrückt was Logik und Realismus betrifft kann man bei der stets flotten Jagd seinen Spaß haben.
Kleinere Aussetz allerdings gibts bei den Darstellern zu verzeichnen besonders bei den Hauptrollen. Nicolas Cage spielt zwar sympathisch aber auch irgendwie recht steif, aber richtig schlecht wirds bei Diane Krüger. Nicht nur das ihr Charakter überflüssig ist und wohl nur dabei ist weil Walt Disney unbedingt eine weiblich Hauptrolle wollte, auch ihre Selbstsynchro ist absolut unterirdisch. Eine große Schauspielerin war/ist/wird sie nie. Ausnahmsweise mein Favorit ist der sonst eigentlich immer nervige Comic Relief Sidekick, der hier zwar auch nicht viel zum gelingen beitragen kann, dafür aber sich mit Cage wirklich spaßige One Liner zuwerfen kann. Kein schlechtes Wort natürlich zu den Routiniers Harvey Keitel und Jon Voight, die beherrschen ihr Handwerk eben.
Eigentlich macht das Vermächtnis der Tempelritter beinahe alles richtig. Die zwei Stunden spielen sich rasant dahin sind mit funktionierendem Humor gewürzt, wenn man jetzt noch Diane Kruger eine falsche Adresse für den Drehort gegeben hätte wärs noch besser gewesen.
8/10