Hier kann ich gleich am Anfang nur eine Warnung aussprechen. Den „Boo“ entpuppt sich nach einem soliden Trailer und netten Vorbesprechungen als absoluter Genreflop!
Effektspezialist Anthonny C. Ferrante sollte bei seinem Leisten bleiben. Denn was er hier abgeliefert hat, ist wirklich schon eine Frechheit am bezahlenden Kunden. Da er neben der Regie auch das Drehbuch verbrochen hat muss man ihm komplett die Schuld geben an diesem Desaster eines Möchtegern Horrorfilms. Nicht eine eigene neue Idee bringt er in den Film ein und schafft es nie selbst, bewährte Versatzstücke aus 100 anderen Filmen eine spannende Note zu geben. Langweilig mischt Ferrante Themen aus Geisterfilmen und Teenieslasher, zusammen mit unglaublich schlecht agierenden Darstellern (vor allem die männlichen sind unter aller Kanone) und Dialogen. Zu guter letzt schafft er es dabei sogar noch, die teilweise gar nicht mal so übel aussehenden Spezial Effekte, völlig falsch einzusetzen. Mag irgendwo die Atmosphäre des alten Krankenhauses Ok zu sein, werden die Geistererscheinungen entweder falsch platziert oder ständig wiederholt, was es auch nicht gruseliger macht. Vielleicht funktioniert so was bei jemand, der noch nie einen Horrorfilm gesehen hat, aber für jeden anderen dürfte einfach nur die bohrende Langeweile der wahre Horror sein. Unbegreiflich wie man so einen klebrigen Brei fabrizieren kann. Zwar passiert immer irgendwas, aber es ist alles unspannend und natürlich kommt alles, wie man es sich vorher schon gedacht hat. Dazu wird alles völlig Ironiefrei heruntergespult und selbst der eine oder andere Witz verpufft letztendlich wie die „Untoten“ im Film. Und ehrlich gesagt, kann ich wirklich keine Story um einen Geisteskranken mehr sehen der so böse ist und deshalb als Verfluchter irgendwelche Gebäude unsicher macht. –Vorsicht Spoiler- Oder was wäre eigentlich passiert wenn der „Böse“ um halb vier gestorben wäre? Wäre dann der das Treppenhaus zwischen den Stockwerken verflucht? –Spoiler Ende-
Fazit:
Man, man, man. Was für ein Schwachfug. Grottige Darsteller, eine zusammengeklaute und unglaublich fade Story, sowie die talentfreie Benutzung von Schnitt und Gruseleffekten geben „Boo“ den Genickschuss. Da können nicht einmal die einigermaßen soliden Effekte und die „Halloween“ ähnliche Musik (ist ja auch von Alan Howarth!) etwas retten. Einfach nur ein Flop!