Manchmal kehren die Toten zurück um schreckliche Rache zu nehmen. Die Rede ist natürlich nicht von der Realität, sondern von Horrorfilmen, "The Crow" und Konsorten um genauer zu sein. Ein solcher Horrorfilm ist auch "Rache aus dem Jenseits" von Arthur Marks.
Es geht um den Taxifahrer und Jurastudent Ike, der seit einer Hypnose von furchtbaren Visionen vom Mord an einer jungen Frau in einem Schlachthaus verfolgt wird. Er droht langsam dem Wahnsinn zu verfallen. In Wahrheit hat sich jedoch die Seele des vor über 30 Jahren verstorbenen J.D. Walker seinem Körper bemächtigt um den Mord an seiner Schwester zu rächen...
Arthur Marks schildert sehr ausführlich, aber nicht langweilig wie die Seele von J.D. Walker langsam die Kontrolle über den Körper von Ike gewinnt, bis es schließlich zum blutigen Schowdown kommt. Zunächst hat der Zuschauer überhaupt keine Ahnung was es mit den fürchterlichen Visionen auf sich hat und als Ike, der eigentlich ein recht friedliebender Mensch ist, ganz plötzlich seine Freundin beschimpft und verprügelt fragt man sich wieso er das eigentlich tut. Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten: Der Draufgänger J.D. Walker ist zurückgekehrt um sich an dem Mörder seiner Schwester zu rächen. Warum und wieso sich J.D. ausgerechnet für Ike entschieden hat erfährt der Zuschauer nicht, das ist aber auch gar nicht so wichtig. Viel wichtiger ist die Frage wie Ike J.D. wieder loswird. Daraus bezieht "Rache aus dem Jenseits" letzen Endes auch seine Spannung.
Trotz der recht spannenden Erzählweise von Arthur Marks kann "J.D.'s Revenge" nicht ganz mit ähnlichen Horrorfilmen wie "The Crow" oder "Pentagramm - Die Macht des Bösen" mithalten. Was "Rache aus dem Jenseits" fehlt ist ein Patrick Channing. Der wurde wegen Mordes auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Anschließend kehrte er zurück, doch da er ja bereits tot ist kann er nicht mehr sterben. Die Frage ist nun wie man einen Unsterblichen, der weiter umherzieht und mordet, aufhalten kann? Diese Frage machte "Pentagramm" zu einem spannenden Horrorthriller. J.D. Walker kehrt zwar auch zurück, sucht sich für seine Rückkehr allerdings den Körper eines jungen Taxifahrers aus. Der ist aus Fleisch und Blut und kann sterben wie jeder andere Mensch auch.
"Rache aus dem Jenseits" ist für Free-TV Verhältnisse recht blutig, darin besteht aber nicht der Reiz des Films. Arthur Marks hat seine Geschichte recht spannend und ohne unnötige Längen erzählt und somit ist seine "The Crow"-Variante ein netter Horrorthriller dem man sich ruhig mal angucken kann.