Review

Sam Raimi scheint in seiner Karriere zu viel Geld verdient zu haben, v.a. der Erfolg von "Spiderman" scheint ihm den Blick vernebelt zu haben, für was er sein Geld ausgibt.

Vor drei Wochen musste ich "The Grudge" in der Sneak ertragen und war überrascht, was in den USA so alles erfolgreich ist. Billige Effekte, billige Story, das übliche Horrorgeplänkel mit lautem Telefonklingeln, Grunzen, lauten Schockschnitten, wackelige Steadycam, schnelle Schnitte, ... und schon sind wir bei "Boogeyman", ebenfalls aus Sam Raimis "Ghost-House-Schmiede". Wenn das alles ist, was der "Tanz der Teufel"-Großmeister heute auf die Beine stellen kann, dann "Gute Nacht".
Nichts gegen Low-Budget-Horror, aber dann gescheit ala "Wrong Turn", "Chainsaw Massacre" & Co. Aber dieser Mist, den wir gestern in der Sneak kredenzt bekommen haben, schießt den Vogel ab. Da war "The Grudge" ja noch richtig gut dagegen, bei dem Film habe ich immerhin zweimal ne richtige Gänsehaut bekommen. Aber "Boogeyman" war doch eher lächerlich. Ein mordender Wandschrank oder so ähnlich, ein gestörter Hauptdarsteller und am Ende die Erkenntnis, dass man sich seinen Ängsten nur stellen muss. Ein Horrorfilm, bei dem ich im Kino einschlafe, herzlichen Glückwunsch, war für mich Premiere!

Wie gesagt, erstaunlich, was in den USA so alles erfolgreich ist, aber die haben auch Bush zweimal gewählt! Von dem Rotz kann man nur abraten, blutleer, langweilig, vorhersehbar, klischeebeladen und die Palette "Horror leicht selbstgemacht" mal locker von A bis Z durchgemacht!

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