Review

Story:
Der Journalist Ga Yu will über eine freiwillige Bergpatrouille berichten, die die tibetische Antilope vor dem endgültigen Aussterben bewahren will. Dazu muss er sich nach Kekexili begeben, wo sich das Lager der Patrouille befindet. Erst will man ihn jedoch wieder wegschicken, doch Ga Yu überzeugt dann doch den charismatischen Anführer Ri Tai, indem er ihnen die Hoffnung gibt, mit seiner Reportage möglicherweise das Gebiet zum Naturschutzgebiet erklären zu lassen.
Kekexili ist ein riesiges, unbewohntes Gebiet und zugleich das letzte Reservat der tibetischen Antilope. Die Gruppe muss sich nicht nur vor skrupellosen Wilderern, sondern auch vor der schönen, aber auch gefährlichen Natur in Acht nehmen. Die Wilderer geben keine Rücksicht auf den Artenerhalt der Antilopen. Der Handel mit den Fellen ist zwar illegal, gibt jedoch schnell viel Geld und das in einer Region, die sehr arm an Arbeit ist. Als ein Mitglied der Schutztruppe tot aufgefunden wird, beginnt eine Verfolgungsjagd durch die unerbittliche Landschaft Tibets.


Infos und Kritik:
"Ich wollte einen Film über das Überleben machen. Wir alle kennen den Kampf auf Leben und Tod, aber selten müssen wir uns diesem Kampf stellen, wenn wir in der Stadt leben, wo unsere Grundbedürfnisse im Allgemeinen befriedigt sind." Lu Chuan, Regisseur



Das ist ihm wahrlich gelungen. Für die Vorarbeit zum Film musste Lu Chuan zwei Jahre Zeit aufwenden. Doch dies hat sich schließlich gelohnt. Ein Film in der Art hat so noch nicht im Kino gegeben und überzeugte Kritiker und Publikum. Preise: "Winner at the Berlin & Tokyo International Film Festival" & "Grand Jury Prize, Nominee at the Sundance Film Festival". Respekt gebührt Cast & Crew schon allein wegen der Strapazen, die sie beim Filmen in fünftausend Metern Höhe in eisiger Kälte in Kauf nahmen.


Der Film Kekexili - Mountain Patrol beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit, die zur Gründung des größten Naturreservats Chinas führte. Er befasst sich auf sehr intensive Weise mit der freiwilligen Gruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die tibetische Antilope zu schützen. Dabei wird dem Zuschauer in wunderschönen Bildern und auf sehr atmosphärische Art und Weise gezeigt, welche Opfer dabei gebracht werden mussten.
Am meisten beeindruckt haben mich die wunderschöne Landschafsaufnahmen, die mit einem ruhigen, einfühlsamen Score unterlegt wurden und die dramatische Inszenierung, vor allem gegen Ende, welches mich doch etwas traurig und nachdenklich gestimmt hat.


Der Film ist durchaus gelungen und hat die ein oder andere sehr intensive Szene zu bieten. Ein paar Hintergrundinfos mehr hätten dem leider schon mit Abspann nach 85 Minuten endenen Werk sicherlich nicht geschadet. Sicherlich nicht jedermanns Sache der Film und die DVD ist auch kein Muss für die Sammlung, (Asia-)Filmliebhaber sollten ihn aber wenigstens einmal gesehen haben.


Film: 9/10

Details
Ähnliche Filme