Nach dem Desaster mit Out of Reach kann Seagal hier wieder einigermaßen punkten. Dadurch, das er ausführender Produzent ist und auch die Story geliefert hat, merkt man, das ihm dieser Stoff doch ein bisschen am Herzen gelegen hat und kann in der ihm auferlegten mimischen Beschränktheit überzeugen.
Die Story ist natürlich nichts neues ( weswegen ich auch gar nicht drauf eingehe ), aber durch die Location ( Tokio ), den durchweg gut gecasteten Yakuza-Bösewichtern und ein paar netten technischen Spielereien ( Kamera, Schnitt ) kann der Film weitere Pluspunkte sammeln.
Grösstes Manko ist aber dennoch das Drehbuch ( konnte man von Seagal ja auch nicht unbedingt erwarten, das ihm ein Oscarwürdiges Drehbuch gelingt ), das mehrfach Figuren für den Film entwirft, die aber nicht relevant sind.
So entsteht das Problem, das in der ersten Stunde sehr sparsam ( um es noch nett zu formulieren ) Action geboten wird und die auch hauptsächlich von den Yakuzas.
Viele werden die erste Stunde auch als langweilig bezeichnen, dagegen entschädigt die letzte halbe Stunde mit einem relativ hohen Bodycount, bei dem die eine oder andere Szene auch sehr gorig ausfällt ( die deutsche DVD von Columbia ist ab 16 angekündigt, ich habe meine Zweifel, ob der uncut sein wird ).
Fazit:
Die besten Zeiten von Seagal sind vorbei, wenn er aber wenigstens leidlich unterhaltende Actioner wie diesen hier produziert und nicht Totalmüll wie Out of Reach und The Foreigner, so könnte man sich wenigstens auf ein paar nette DVD-Abende freuen.
5 / 10