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Der CIA Agent Travis bekommt vom CIA den Auftrag, zusammen mit einem jungen Partner einen Fall zu klären. Er soll herausfinden, ob ein hoher Politiker der Yakuza zum Opfer gefallen ist und was die verschiedenen Clans so planen. Dabei wird er allerdings auch von der CIA selbst überwacht. Nach und nach findet Travis heraus, dass die Yakuza sich mit anderen Clans zu einer grossen „Familie“ formiert haben, und bald wird es auch schon für Travis gefährlich, wobei dieser auf alle Fälle dran ist, den Fall zu klären.

Von der Thematik her könnte Into the Sun beinahe so etwas wie ein Nachfolger von Out for a Kill sein. Erneut wird die Fernost Thematik angesprochen (man ist ja schon froh wenn nicht wieder nur der Ostblock ist). Immerhin darf man konstatieren das uns Steven hier körperlich recht gut in Form ist, in seinen Kampfszenen agil wirkt und vor allem hält sich auch der Stuntman Einsatz in Grenzen, auch wenn er in manchen Einstellungen immer noch offensichtlich ist.
Als Appetizer bekommen wir zunächst mal einen Einsatz Travis´ in der Wildnis zu sehen, bei der er zwar eine Einheimische vor der Vergewaltigung rettet, dadurch aber das anvisierte Ziel entkommen kann, weiter Drogen verkauft und so noch einige Menschen sterben werden, ganz zu schweigen von seinem Spotter, der auch ins Gras beißen muß (hattu fein gemacht, Superagent). Die Passage ist ganz nett, aber für einige Zeit die letzte ihrer Art.
Denn jetzt werden erstmal völlig sinnlose Subplots eingebaut, die wenig Sinn ergeben. Da wird ihm zunächst mal ein FBI Greenhorn zur Seite gestellt, der a) null Ahnung von asiatischer Mentalität hat b) nie das macht was er soll und so c) fix ermordet wird (was sollte diese Figur?). Ebenfalls überflüssig ist Seagals Liebesgesäusel und Verlobung, ist doch logisch das die Olle kurze Zeit später ermordet wird und umgenietet hätte er die Tongs und Yakuza ja sowieso, was die Ehefraufigur ebenso zu einem Streichkandidaten werden läßt.
Immerhin bekommen ca. 90% der Leute das, wofür sie sich den Film anschauen, denn hier darf sich der Aikido Moppel quer durch die asiatische Unterwelt holzen. Handkanten, Pistolen und Schwerter werden blutigst eingesetzt und sogar der Held sebst ist sehr oft deutlich erkennbar im Einsatz und nicht nur sein Double. Diese Einstellungen lassen dann doch wieder an alte Zeiten des Meisters denken und rettet Into the Sun noch über das Mittelmaß. Herausragend ist der Film gesamt gesehen aber nicht wirklich.
6/10

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