Review

Alex Chandon dürfte einigen sicherlich ein Begriff sein. Immerhin hat er einige ziemlich coole Musikvideos für „Cradle Of Filth“ fabriziert und auch der ziemlich gute „Cradle Of Fear“ geht auf sein Konto. Aber auch Alex hat mal klein angefangen.

Als einige Hare-Krishna-Typen Daves Geburtstag stürmen ist die Party vorbei. Die Jungs sind nämlich Formwandler und nehmen die Gäste auseinander. Mit letzter Kraft können sich Dave plus Freundin zu einem Kumpel durchschlagen, der einen SM-Club besitzt. Dort kommt es zum blutigen Showdown.

„Bad Karma“ ist ein trashiges und lustiges Amateurfilmchen geworden, welches im Vergleich zu anderen Home-Made-Streifen seiner Zeit erstaunlich gut geworden ist. Natürlich sollte man solchen Filmen etwas abgewinnen können, denn ansonsten dürfte man an diesem Machwerk nicht viel Spaß haben.
Alex versteht es recht gut mit der Kamera zu arbeiten. Auch die Effekte sind eine Mischung aus Hommagen an Klassiker und eigenen abgefahrenen Ideen. Die Effekte sind dabei schon wieder so schlecht, dass sie wieder gut sind. Für einen Film dieser Art also brauchbar umgesetzt. Die Schauspieler sprengen natürlich den Rahmen des Erträglichen, aber etwas anderes erwartet man ja eigentlich auch nicht, wenn man sich so einen Film reinschraubt. Richtig lustig fand ich die Rednecks, die gegen Ende als Räumungskommando durch den SM-Club rollen, total bescheuert aber geil.
Leider muss man sagen, dass Bild und vor allem Ton sehr bescheiden sind. Das trübt natürlich etwas den Sehgenuss.

Für mich ist „Bad Karma“ ein recht netter Partytrasher geworden, der auch gar nix anderes sein will. Herrlich durchgeknallt bietet er 35 Minuten gute Unterhaltung.

Details
Ähnliche Filme