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Dave feiert mit seinen Freunden eine Grillparty, als zwei Sanyasins an der Tür klingeln. Die Mutter hat kein großes Interesse daran, ihr Karma zu verbessern und wird kurz darauf von den Krishna-Jüngern, die sich in Monster verwandeln, zersplattert. Als auch die anderen Partygäste dran glauben müssen, sucht der Gastgeber mit seiner Freundin Rettung bei einem Anthony, der einen S/M Schuppen betreibt. Doch die Transformer verfolgen sie und auch die S/M Crew muß trotz ihrer bunten Werkzeugvielfalt dran glauben. Scheinbar in einer auswegslosen Situation erscheinen dann die von den Aliens gefürchteten Rednecks, die aus einer üblen Backwoodgegend entsprungen zu sein scheinen. Das Inzestpack führt sich dementsprechend auf, aber immerhin sind sie furchtlos im Kampf mit den Monstern, die noch einige Seelen sammeln wollen, um ihren Kalimar auferstehen zu lassen. Wow, was haben sie denn dem Alex Chandon in den Tee gekippt, um sich solch eine Story auszudenken. Gedreht wurde mit Ultra-Low-Budget, was dem splatterigen Vergnügen keinen Abbruch tut. Im Gegenteil, die Amateure um Alex Chandon haben offensichtlich Spaß daran, diese abgefahrene Splatterkomödie mit engagiertem Dilletantismus zu füllen. Da werden unglaubliche Dialoge geführt und die zahlreichen ausgedehnten Splattereffekte sind mit ebenso viel Humor und wenig Geld inszeniert. Das erinnert zuweilen an den ganz jungen Peter Jackson, wenngleich dieser Kurzfilm ein einfacher Videostreifen ist. Die Home-Made-Qualität ist angesichts des durchgehend unterhaltsamen Filmes aber verschmerzbar, für Fans von Splatterkomödien ist das hier sogar ein echtes Highlight, mit denen die englischen Freaks einigen Artgenossen originelle Unterhaltung bereitet haben. Der britische Humor hebt sich wohltuend von vielen deutschen Pendants ab, zumal dann, wenn man sich ab Hälfte des Filmes nicht mehr sicher ist, aus welchem Universum das ganze stammt. Die verschiedenen Fraktionen, die hier aufeinander treffen, machen es nicht gerade leicht, Partei zu ergreifen, sind die einen offensichtlich blutrünstig und fanatisch, die nächsten blutrünstig und bizarr, und die nächsten blutrünstig und total durchgeknallt. Wahrscheinlich kommt das alles nur von den Frühstückswürstchen auf der Insel. Großartige Unterhaltung von einem Genrekenner.

Fazit: Durchgeknallter Splattertrash vom Feinsten. Der perfekte Vorfilm zu "Bad Taste" 7/10 Punkten

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