Review

Inhalt:

China, vor vielleicht 100 Jahren. Ein schwarz gewandeter Kämpfer (Kuan Feng aka Gwan Fung), fordert die "Gallant Martial Academy"-Schule heraus.
Er besiegt die Schüler und den Sifu mit spielerischer Leichtigkeit. Dieser Mann legt es darauf an, jeden zu schlagen, dessen KungFu er für minderwertig hält.
Auch Meister Wan Tian Hang (Hau Chiu-Sing) wird mit seinen 3 Schülern, Ah Fu (Austin Wai), Ah Chi (Ng Yuen-Jun) und Ah Tian (Tony Leung), ein Opfer dieses herausragenden KungFu-Fighters.

Meister Wan fällt daraufhin in eine tiefe Depression.
Die 3 Schüler wollen diese Scharte auswetzen..., und kommen zu folgendem Entschluss: Die 3 verlassen ihren Meister, trennen sich alsbald..., jeder Einzelne von ihnen will in der Fremde, bei anderen Meistern jeweils eine KungFu-Technik erlernen. Nach einem halben Jahr wollen sie, am Geburtstag ihres Meisters, zurückkehren, um Rache am schwarzen Kämpfer zu nehmen.

Ah Fu verschlägt es nach Norden. Bei einem Fischer (Jamie Luk) lernt er das Stick-Fighting, den Kampf mit dem Stock.
Ah Chi geht nach Osten..., bei Meister Han He (Lam Fai Wong) geht er in die Lehre..., es geht um den Crane-Style, den Kranich-Stil.
Und schließlich Ah Tian, der in den Süden aufbricht..., um Madame Fang (Wong Mei-Mei) zu begegnen, die Tofu herstellt, und eine unvergleichliche Bein-Technik beherrscht.
Ah Tian soll alsbald in der Soja-Mühle alles nur mit den Füßen machen..., und erlernt so die tödlichen Tritt-Techniken!

Ein halbes Jahr erscheint fast zu kurz..., doch verlassen die Schüler ihre neuen Meister nach dieser Zeit.
Meister Wan Tian Hang, er ergibt sich fast dem Alkohol, und er begegnet dem schwarzen Kämpfer, bezieht eine weitere Niederlage..., doch auch er verfeinert sein KungFu. 
Meister Fu (Wan Fat) steht ihm bei, bringt ihm Essen..., und die beiden bieten sich fast nebenbei ein Training mit dem Schwert.

Die 3 jungen Männer kehren zurück, und fordern den schwarzgewandeten Fighter.
Es kommt zum Show-Down..., in welchen auch Wan Tian Hang alsbald eingreift.


Fazit:

Im Jahre 1979 drehte Regisseur Lo Mar seinen 2. Eastern für die Studios der Shaw Brothers, nachdem er bereits im selben Jahr mit "Monkey Kung Fu" ("Hurra, die Knochenbrecher sind da!") einen ähnlichen Film für diese Studios entwarf.

So sind denn Parallelen erkennbar, und mit Hau Chiu-Sing und Kuan Feng sind auch 2 der Protagonisten aus "Monkey Kung Fu" wieder dabei.
Obwohl vieles in den einmal mehr gepflegt-hübschen Studio-Sets der Shaw Brothers spielt, ist dieser Eastern wieder wie "Monkey Kung Fu" kein so typischer Shaw-Actioner. 
Es ähnelt eher den Knochenbrecher-Eastern anderer Studios..., und es entstand ein sehr unterhaltsamer, einfacher und temporeicher KungFu-Film für die eingefleischten Fans des Genres.

Die Atmosphäre stimmt, das Tempo ist hoch..., und die Story hat auf einem Bierdeckel Platz.
Es ist ein Film eigentlich fast ohne Story, ohne jedweden Tiefgang oder intensiv gehaltene Zeichnungen der Charaktere. Es entstand ein reiner Unterhaltungsfilm, ein Produkt des Massen-Konsums, des Zeitvertreibs vor der Leinwand oder dem Bildschirmgerät.

Das Motiv des Bösewichts ist fast irrational..., sein Motto lautet schlicht: Euer KungFu ist miserabel, dafür bestrafe ich euch. 
Und er gerät bei 3 jungen Männern an die falsche Adresse, die lassen das nicht auf sich sitzen..., und lernen bei 3 grundverschiedenen Sifus die richtigen Techniken..., um es dem Villain heim zu zahlen.
Alles strickt einfach und vorhersehbar..., Tiefgang darf keiner erwarten..., ein reiner KungFu-Actioner, leicht-locker zum schnellen Konsum vorgesehen.

Aber muss es denn immer tiefgründig hergehen? Will man sich nach Feierabend nicht einfach mal so berieseln lassen? Dafür ist "Five Superfighers" denn genau der richtige Film, in gepflegter Shaw-Kulisse, mit munteren Helden und dynamischen KungFu-Kämpfen.
Die einfache Story wird konsequent-routiniert abgedreht, viel falsch machen konnte Lo Mar da denn auch gar nicht.
Und zielstrebig steuert er durch viele Fights, Trainingssequenzen, schnellem Drive und kleinen ruhigen Einlagen mit manch eingebauter Nebenfigur in einen Endfight, mit einem Kampf einer gegen 3..., der dann noch in ein Duell Kuan Feng vs. Hau Chiu-Sing mündet.
Fertig ist der routiniert-schmissige Genre-Beitrag aus dem Hause Shaw.

3 junge Helden lernen KungFu von 3 grundverschiedenen Sifus, einer gar davon weiblich. Nebenfiguren wie der Schwiegervater des weiblichen Sifus können gar noch integriert werden...., und Austin Wai, Ng Yuen-Jun und Tony Leung meistern ihre Rollen mit hohem Körpereinsatz und Agilität.

Die Sifus sind Lam Fei Wong, ein humpelnder Krüppel und Bettler, und so narrt er denn alle, denn er ist ein Meister im Kranich-KungFu.
Jamie Luk, ein Fischer, der den Stockkampf beherrscht, ein kerniger Typ, das gefiel.
Und, Überraschung, ein weiblicher Sifu, Wong Mei-Mei, die eine klasse Bein-Technik rüber bringt, stark. Schön ihre Kata, zu der die selbe sehr gut passende Musik eingespielt wird, wie bei der Schwert-Kata von Yeung Jing Jing in "Clan of the White Lotus" (siehe mein Review auf dieser website).

Hau Chiu-Sing und Kuan Feng, sie sind auch hier wieder Gegner wie in "Monkey Kung Fu", spielen ihre Rollen routiniert runter. Kuan Feng, der Böse, nur zum Kämpfen da und grimmig zu gucken und zu provozieren.
Hau Chiu-Sing spielt den depressiven Meister gar ganz solide-überzeugend.

Wichtigstes sind die KungFu-Action und die andauernden Trainings-Sequenzen. Ein echter KungFu-Hit..., und Kampf-Regisseur Hsu Hsia zieht alle Register. Hohes Tempo, volle Körperbeherrschung..., die die Kämpfer da zeigen, die von Martial Arts eben echt Ahnung haben..., und ihre flotten Fights machen echt Laune. 
So sind die Choreographien dynamisch und abwechslungsreich, und der Eastern-Fan wird ansprechend bedient.

Viel gibt es zu "Five Superfighters" nicht zu sagen. Ein reiner, unterhalten wollender KungFu-Actioner..., hohe Fight-Dichte, jede Menge Drive und Aktion.
Die Story ist da von marginaler Bedeutung, wird aber straight und routiniert abgehandelt.

Es reicht für knappe, aber redlich erkämpfte 7/10 Punkte...!

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