Review

Handlung:
Bold Cheung ist ein Pechvogel, wie er im Buche steht. Er ist arm, muss ständig seinen Ruf als mutiger Mann unter Beweis stellen und zu allem Überfluss betrügt seine Frau ihn. Als er sie fast inflagranti erwischt, macht sie ihm eine Riesenszene, damit ihr Liebhaber erwischen kann.
Da dieser ein reicher, einflussreicher Mann ist und Angst hat, dass Bold, zudem noch sein Angestellter, ihm auf die Schliche kommt, engagiert er einen Mao Shan Hexer. Dieser soll, während Bold eine Nacht in einem Spukhaus verbringt, dafür sorgen, dass er die Nacht nicht überlebt.

Meinung:
Sammo Hung hat mit seiner Regiearbeit, in der er auch die Hauptrolle spielt, quasi ein neues Subgenre des Kung Fu Films geschaffen: Er verbindet spektakuläre Martial Arts Action mit chinesischer Folklore, Horror und Comedy. Genannt wird das Ganze Jiangshi.
Gut, gruselig ist das zwar nicht wirklich, doch dank Vampiren, Zombies und Magie kann man schon getrost von Horror reden. Die Masken und Effekte tragen dabei eher zu einem trashigen Unterhaltungswert bei, als das sie tatsächlich überzeugen.
Das ist aber alles halb so wild und macht auch den Charme der Jiangshi-Filme aus. Wichtiger ist da vor allem, dass die Actionszenen gut funktionieren. Und hier schöpft Hung, wie gewohnt, aus dem vollen. Nicht nur, dass die Kämpfe klasse inszeniert sind und Kung Fu Fans bestens zufriedenstellen, sie sind auch mit viel Raffinesse und Humor gemacht. Selbst die Magie und das Übernatürliche wird perfekt eingebunden. Das macht so einfach Spaß.
Der Humor setzt sich dabei nicht nur aus Trash und pfiffiger Kampfinszenierung zusammen. Es gibt auch einiges an klassischem asiatischem Humor (oder eher: Humor, den man aus Hong Kong Filmen kennt). Das mag nicht jeder, für mich hat das hier aber wieder einmal gut ins Gesamtbild gepasst.

Kurzum:
Der Urvater des Jiangshi-Genres bietet alles, was man sich davon erhofft: top Action, Humor, Trash, Horror, hüpfende Vampire... Einfach eine Gaudi.

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