"I, An Actress" ist ein sehr untypischer Film von George Kuchar. Im Gegensatz zu "Hold me while I'm naked" und Konsorten ist er nicht mehr schrill, laut und abgedreht sondern eher öde und jedem dem die alten Filme von Kuchar bekannt sind wird überrascht sein, allerdings nicht im positiven Sinne.
Woran liegt das? Ganz einfach: Bei "I, An Actress" passiert, ganz im Gegensatz zu "Hold me while I'm naked", überhaupt nichts mehr was in irgendeiner Weise erwähnenswert wäre. Wir werden Zeuge wie eine junge Schauspielerin namens Babara Lapsey uns eine Kostprobe ihres Könnens gibt. Allerdings ist das Ganze so trocken wie die Sahara und schon beim ersten Genuss einfach nur langweilig und uninteressant. Zu allem Überfluss wurde keine einzige Szene mit Musik untermalt, was den Film noch einbisschen öder macht als er ohnehin schon ist.
Was soll denn bitte schön so toll an dem Vorsprechen einer wenig talentierten Schauspielerin sein? Eine Frage hat mich die ganze Zeit über gequält: Was soll das Ganze? Was hat sich Kuchar nur dabei gedacht als er Barbara Lapsley langweiliges Zeugs vorsprechen ließ, das Ganze dann auch noch filmte und es so zusammenschnitt das der Zuschauer schon nach 2 Minuten nicht mehr das geringste Intresse am Film, geschweige denn an dem was Lapsey sagt hat?
Man ist ausnahmsweise richtig froh als endlich der Schriftzug The End erscheint. George Kuchar ist gar nicht mehr wieder zu erkennen. Ich hätte niemals gedacht das er auch in der Lage ist einen solch uninteressanten und langweiligen Film zu drehen, doch wie heißt es doch so schön: Wunder gibt es immer wieder.