Review

Rock, Bock, Schlock, Shock, Holy Fock?!

Slasher und Glamrock gaben in den goldenen 80ern öfter ein "glorreiches" Gespann ab als man meinen könnte - "Trick or Treat", "Black Roses" oder "Terror on Tour" sind da nur die Speerspitze bzw. der Bodensatz. Und zu diesem wunderbar rockenden, bescheuerten Auswuchs und Klangkörper des Slasherbooms gehört auch "Rocktober Blood" über einen amoklaufenden Leadsänger einer cheesigen Rockband, der seine Groupies scheinbar sogar noch nach dem Tod auf dem elektronischen Stuhl verfolgt...

So bad - it's Rock!

"Rocktober Blood" ist so eine dumme und gute Zeit, man kann's kaum glauben. Oberflächlich und hohl. Komplett verirrt in seiner Nische. Und deswegen nur umso sympathischer! Nur so mag ich es Gehirnzellen zu verbrennen! Rock und Röcke, Leder und Ladies, Käse und Kunst, Aerobic und Arschgeigen, Morde und Make-Up. Geil-schlechte Songs. Typen die aussehen wie 'ne Lady. Killer die aussehen wie ein Dämon auf dem CSD. Frisuren direkt aus dem achten Kreis der Friseurhölle. I love it. All of it. Es macht wenig Sinn, es ist sprunghaft und eigentlich nach allen Regeln der Filmkunst missraten. Selbst für minimalere Slasherbedürfnisse. Und doch rockt "Rocktober Blood" eben. Da sollte kein Auge und keine Kehle und kein Schlübber trocken bleiben. Amateurhaft und mit dem Herz am rechten Fleck. Kann nichts - und ist doch irgendwie alles. 

Keine Sekunde ernst zu nehmen

Fazit: ein hochheiliges Cheesefest der Metal-Slasher... Absolut irre. Schlecht und doch der Hecht. Schärfer als eine Rasierklinge, hipper als ein Stirnband, heißer als die Sonne!

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