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B-König Roger Corman inszenierte mit „Roger Cormans Frankenstein“ eine wirklich interessante Neuinterpretation des Klassikers „Frankenstein“, welche hier nach einem Buch von Brian W. Aldiss entstanden ist.

Dr. Buchanan ist Wissenschaftler im Jahre 2031. Er hat für den US Präsidenten eine Strahlenwaffe erfunden, welche verantwortlich für Löcher im Raum- Zeitgefüge ist. Und so kommt es, dass der gute Doc. in das 19. Jahrhundert katapultiert wird, genau an den Ort, wo Dr. Frankenstein erst kürzlich ein grausames Experiment vollendet hat.

Der Film ist schon recht strange, aber gerade durch eine Vermischung von unterschiedlichsten Einfällen (Mischung von Historie, Sci Fi und dem Frankenstein Roman), bleibt diese Verfilmung interessant. Dazu muss man sagen, dass das gelungene Ambiente in Verbindung mit schönen Landschaften schon etwas hermacht und sicherlich eine der besseren Corman Produktionen ist. Zudem sind mit John Hurt, Raul Julia und Bridget Fonda ziemlich bekannte Gesichter mit an Bord dieser Produktion.

Ganz B-like darf hier und da sogar etwas gesplattert werden, allerdings sind diese Szenen rasend schnell geschnitten, so dass der Streifen nicht zu einem Splatterfilm mutiert. Der Horrorfreund wird die Szenen aber dennoch zu schätzen wissen.

Und so schön die einzelnen Ansätze auch sind, vollkommen überzeugen kann Cormans Version nicht. Vor allem gegen Ende des Films wirkt die Handlung sehr verwirrend und man fragt sich, was denn hier gerade überhaupt passiert. Wirklich logisch und nachvollziehbar ist dies nämlich nicht. Die Sexszene zwischen Shelly (Ja die Autorin des Original Romans spielt auch noch mit – natürlich nicht die echte) und Buchanan wirkt eher deplaziert und lächerlich. Und letztendlich entsteht hier und da immer wieder der Verdacht, dass die Geschichte im Vergleich zum Roman („Frankenstein Unbound“) deutlich Federn lassen musste. Einige Passagen geschehen zu schnell, andere zu langsam und wieder andere verlaufen im Sande. Wären diese Fettnäpfchen umgangen worden und das Finale etwas strukturierter, dann wäre dieser Film deutlich besser.

Fazit: Interessante aber nicht vollkommen überzeugende Interpretation eines Klassikers. Für Fans jedoch empfehlenswert.

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