6
Ein Corman-Beitrag aus besseren Tagen: Da hatten seine kleinen B-Filme noch Charakter und er konnte noch mit Darstellern arbeiten, die karrieremäßig nicht bereits seit Jahren am Boden lagen. Sein FRANKENSTEIN ist sogar richtig gut besetzt und hat Stil und Klasse. Durch die futuristische Rahmenhandlung und die zahlreichen eigenwilligen Ideen, Momente und Designs sondert sich diese Interpretation vom Gros der anderen Mary Shelley Verfilmungen ab. Auch das Monster ähnelt in keiner Weise den Horden von Karloff-Imitationen, schaut eher aus wie ein Mitglied einer Alienrasse aus einer der Star Trek Serien. Gegen Ende werden auch die zum Stoff passenden ethischen und philiosophischen Fragen gestellt. Zu kritisieren habe ich nur 2 Dinge: Der finale Akt ist viel zu überladen mit Twists und späten Einfällen, außerdem verwundert es, dass ein Zeitreisender so massiv und unbekümmert in die Vergangenheit eingreift.