Inhalt:
China in den 30ern, als die Japaner immer mehr Einfluss im Land ausüben.
Ching King Kong (Chen Hsing) handelte in Notwehr, doch soll er ins Gefängnis..., ihm, der ein herausragender KungFu-Fighter ist, gelingt jedoch die Flucht!
Ein Dorf wird von einer Bande japanischer Marodeure, die von Zakato (Chen Kuan Tai) angeführt werden terrorisiert! Die Gangster schrecken vor nichts zurück.
Zakato stehen die Kämpfer Hasegawa (Pak Sha-Lik), der chinesische Kollaborateur Chen San (Suen Lam) und der gefährliche Daro (Fong Yau aka Fang Yeh) zur Seite!
Als im Norden, in HoPei, eine Seuche ausbricht, wollen die Dorfbewohner, darunter die Yu-Brüder (Lau Tai-Chuen, Hoh Sau-San), allen voran der Älteste von ihnen, Yu Yang (Henry Yu Yung), dass das im Dorf erhältliche, sogenannte "Drachen-Kraut", dorthin kommt...!
An so einen noblen Zweck denken die Zakato-Männer indes nicht.
Sie wollen mit dem "Drachen-Kraut" 2 ihrer Männer auslösen, die in Haft sind.
Um das Kraut entbrennt ein immer härterer Kampf, die Zakato-Leute sind nicht zimperlich..., die Verlobte, Xiao Lan (Lam Yau-Mooi), eines der Yu-Brüder wird getötet, auch der taubstumme Dammie (Hon Gwok-Choi) und dessen Großvater (Hao Li Jen) werden brutal umgebracht.
Der einzige, der dem Einhalt gebieten könnte, wäre Ching King Kong!
Es kommt zu einem ersten Kampf..., doch erst als die Situation sich auf das Dramatischste zuspitzt, und Zakato mehrere Männer an Pfählen am Strand festbinden lässt und alle 3 Minuten einer von ihnen geköpft werden soll, um so das Versteck des "Drachen-Krauts" zu erpressen..., lässt Ching King Kong alle Hemmungen fallen.
Es kommt am Strand zum heftigen, blutigen und mit äußerster Brutalität geführten Show-Down...!
Fazit:
Ziemlich gut..., schnörkellos, einfach..., und knallhart! So ist "The bloody fists" ("Zakato - Die Faust des Todes"), bereits 1972 unter der Regie von Ng See Yuen für das Studio "Empire Cinema Center" von Jimmy L. Pascual in Hongkong entstanden.
Ng See Yuen, der ja wenig später selbst zu einem sehr erfolgreichen Studio-Boss wurde!
In einfacher Kulisse gedreht, wird hier eine wenig komplexe Storyline abgehandelt..., und ein letztendlich einsamer, harter Kämpfer wird in eine Auseinandersetzung zwischen Dorfbewohnern und Gangstern hineingezogen.
Dieser Fighter steht schließlich auf Seiten des Guten..., und da die Villains vor aber auch gar nichts zurückschrecken, gnaden- und fast wahllos morden und auch vergewaltigen..., fällt die Gewalt -die auf sie zurückfällt- entsprechend brutal aus, ihre Gegner kämpfen verzweifelt gegen sie an...!
So ist denn "The bloody fists" ein kompromissloser, ein knallharter KungFu-Actioner mit heftigen, blutigen, sehr gewalttätigen Fights!
Eben ein Eastern im Fahrwasser der Bruce Lee-Eastern, die einen rustikalen, reellen Kampfstil zelebrierten, ohne Schnickschnack, ohne große tänzerische Akrobatik!
Entsprechend stilisiert wirken die Villains..., äußerst brutale Figuren, sie töten wahllos, nehmen sich ungeniert wonach ihnen ist..., suchen hemmungslos nach Auswegen, wenn es brenzlig wird.
Chen Kuan Tai steht an deren Spitze, mit langem, ungepflegtem Haar..., verschlagen und skrupellos, eher wortkarg und das Wort "Kompromiss" kommt ihm nicht in den Sinn.
Suen Lam spielt den chinesischen Kollaborateur, entsprechend schleimig und kriechend, mit diesem breiten, gespielten Grinsen, sowas von unsympathisch.
Fong Yau (aka Fang Yeh) agiert wie Pak Sha-Lik an der Seite Chen Kuan Tai´s..., ihre Figuren sind auf Gewalttätigkeiten festgelegt, was Wunder.
Henry Yu Yung steht diesen Männer entgegen..., er kämpft beherzt, doch auch verzweifelt. Die Männer des Dorfes sind selbstlos..., wollen eher selbst sterben, um viele andere in einer verseuchten Stadt zu retten. Womit die Gangster schwer klar kommen.
Doch nur einer kann diesen Verbrechern Paroli bieten..., Chen Hsing. Er ist der einsame Fremde..., der sich all dies nicht mehr ansehen kann und will.
Chen spielt das abgeklärt, ruhig beinahe..., Chen Hsing vs. Chen Kuan Tai..., Eastern-Kenner wissen, das muss gut sein!
Die Atmosphäre ist erwartungsgemäß denn eher düster..., und mit wenig Raumtiefe versehen.
Das ändert sich im Show-Down an einem hellen Strand, das Meer im Hintergrund..., denn dieser blutige Endfight, er benötigte denn doch eine gewisse räumliche Offenheit.
Das bringt mich zur KungFu-Action: Es ist ein KungFu-Hit, es wird fast pausenlos gekämpft..., in einem rustikalen Stil, knallhart zwar, aber nicht zu ruppig..., denn die KungFu-Technik ist noch klar erkennbar.
Eben diese Mischung aus rau-reellen Aktionen sowie deren Herleitung aus der Kampfkunst des KungFu, die immer noch zu ersehen ist.
So wird richtig KungFu gekämpft..., und der Hass der Fighter lässt diese Kämpfe immer härter und brutaler erscheinen..., Dynamik und Intensität sind hier schon nicht mehr steigerbar.
Viel gibt es nicht zu sagen...: "The bloody fists" ist ein kerniger, knallharter Eastern..., mittlerweile längst ein Klassiker des Genres, der vor allem in Deutschland unter den Eastern-Fans fast schon sowas wie einen gewissen Kult-Status erreicht hat.
8/10.